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Hackerangriff

Private Daten von Politikern auf Twitter veröffentlicht

Veröffentlicht: 04.01.2019 | Autor: Corinna Flemming | Letzte Aktualisierung: 04.01.2019 | Gelesen: 898 mal
Bundestag Berlin

Massenhaft private Daten und sensible Informationen von deutschen Politikern wurden jetzt über Twitter öffentlich gemacht. Bereits vor Weihnachten sind die Daten auf dem Kanal aufgetaucht, allerdings wurde die Attacke jetzt erst bemerkt. Neben Politikern aus fast allen im Bundestag vertretenen Parteien (mit Ausnahme der AfD), inklusive Bundeskanzlerin Angela Merkel, seien auch Prominente und Journalisten betroffen. Wer für den Hackerangriff verantwortlich ist, konnte bislang noch nicht geklärt werden. Als Reaktion fordern nun verschiedene Politiker ernsthafte Konsequenzen hinsichtlich Datenschutz und Datensicherheit.

Handynummern, Adressen und Kreditkarteninformationen zugänglich gemacht

Nach Information des Spiegels konnten sich die Täter Zugriff auf parteiinterne Dokumente verschaffen, aber auch sensible Daten wie Handynummern, Kreditkarteninformationen, Rechnungen und sogar Bilder von Personalausweisen gerieten in die Hände der Angreifer. Unter den gut 100 betroffenen deutschen Politikern gehört auch Bundeskanzlerin Angela Merkel. Von ihr wurden eine Faxnummer, E-Mail-Adresse sowie mehrere Briefe zugänglich gemacht, wie bei web.de zu lesen ist. „Wir sind seit gestern Abend mit dem Thema befasst und kümmern uns darum, unsere Leute zu informieren“, wird ein Sprecher der SPD bei Spiegel Online zitiert. „Ansonsten ist das natürlich eine Sache für die zuständigen Behörden. Wir stehen mit ihnen in Kontakt, die Behörden wurden von uns informiert.“ Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat sich inzwischen ebenfalls über Twitter zum Vorfall gemeldet:

Piratenpartei fordert Umdenken in Sachen Datenschutz

Die Piratenpartei hat sich nun ebenfalls zum Hackerangriff gemeldet und kritisiert den „grob fahrlässige[n] Umgang diverser Politiker mit telefonischen und elektronischen Kontakten“. Als Reaktion darauf ruft die Partei den Bundestag jetzt zur Erstellung eines „Verhaltenskodex zum Schutz der Sicherheit mandatsbedingter Kontakte“ auf, wie die Partei selber schreibt. Es muss ein Umdenken in Sachen Datenschutz erfolgen, um private Daten zu schützen. „Der Schutz persönlicher Informationen muss im Zeitalter der Digitalen Revolution einen ganz neuen Stellenwert erhalten, denn von ihm hängt zunehmend unsere persönliche Sicherheit ab“, sagt der politische Geschäftsführer der Piratenpartei Daniel Mönch.

Über den Autor

Corinna Flemming Experte für Internationales

Nach verschiedenen Stationen im Redaktionsumfeld wurde schließlich das Thema E-Commerce im Mai 2017 zum Job von Corinna. Seit sie Mitglied bei den OnlinehändlerNews ist, kann sie ihre Liebe zur englischen Sprache jeden Tag in ihre Arbeit einbringen und hat sich dementsprechend auf den Bereich Internationales spezialisiert.

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