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Neue Funktion

YouTuber mit 10.000 Abonnenten können Stories nutzen

Veröffentlicht: 30.11.2018 | Autor: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 30.11.2018 | Gelesen: 819 mal
YouTube

Das Unternehmen hat die neue Funktion seit Ausgust 2018 bisher nur ausgewählte Nutzer testen lassen - jetzt dürfen auch YouTube-Influencer mit mindestens 10.000 Kanal-Abonnenten das Feature nutzen, berichtet The Verge. Die bei YouTube sogenannten Creators können dabei Kurzclips erstellen und diese mit Stickern, Filtern, Textbausteinen etc. aufpeppen. Die Clips werden nach sieben Tagen automatisch gelöscht. Bei Instagram und Snapchat lösen sich die Kurzclips schon nach 24 Stunden auf. Sowohl Abonnenten als auch Nicht-Abonnenten können die Stories in ihrem Feed bzw. in der Seitenleiste von YouTube „Up Next“ sehen. Die Follower und Fans können kommentieren und Fragen hinterlassen, wie man es von YouTube kennt. 

Diese Interaktionsmöglichkeit ist dann auch einer der großen Unterschiede zu den anderen sozialen Netzwerken, die bereits die gleiche oder eine ähnliche Stories-Funktion haben wie Instagram, Twitter, WhatsApp oder Facebook. Durch Kommentare und Antworten soll der Community-Gedanke gefördert werden. Außerdem sollen die YouTube-Produzenten mit den unkomplizierten Kurzclips leichter mit ihren Fans und Followern in Kontakt bleiben.

YouTubes neue Stories-Funktion ist umstritten

Bei einigen Fans und Produzenten kommt die neue Funktion allerdings nicht gut an. Philip DeFranco ist in den USA ein bekannter YouTuber mit 6,3 Millionen Followern. Er meint: „Youtube 'Stories' sind seltsam. Sie bleiben sieben Tage, sie erlauben Kommentare, aber man kann nur mit einem anderen Video oder Bild antworten, und es fehlt ihnen derzeit an Funktionen zum Aufrufen/Verbinden von Videos, was mir wie eine verpasste Gelegenheit erscheint. Das Ganze hat Potenzial, aber ich bin skeptisch.“

YouTube will mit der Ausweitung der Stories-Funktion noch mehr zum sozialen Netzwerk werden. Ob die recht späte Einführung erfolgreich sein wird, ist unklar. Bei der Konkurrenz, vor allem Instagram und Snapchat, ist die Stories-Funktion seit geraumer Zeit etabliert. YouTube experimentierte schon 2017 mit einer ähnlichen Funktion namens YouTube Reels. Die Reels liefen aber nicht nach einer Woche ab, sondern blieben dauerhaft einsehbar.

Über den Autor

Markus Gärtner Experte für Local Commerce

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.

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