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Klingelnde Kassen und stationäre Zwischenfälle

Black Friday sorgt für deutliches Umsatzwachstum

Veröffentlicht: 26.11.2018 | Autor: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 27.11.2018 | Gelesen: 2006 mal
Shopping-Tüte am Black Friday

Den vergangenen Freitag nutzen Millionen Kunden, um sich auf weihnachtliche Shopping-Suche zu begeben und sich mit Weihnachtsgeschenken einzudecken: Dazu wartete der Schnäppchen-Tag „Black Friday“ traditionell mit satten Rabatten und Aktionen auf. „Der Black Friday hat sich in Deutschland mittlerweile zu einem der stärksten Tage im deutschen Einzelhandel entwickelt – online wie auch stationär”, zitiert Reuters eine Unternehmenssprecherin der MediaMarkt-Mutter Ceconomy.

Über das Schnäppchen-Portal Mydealz hätten beispielsweise allein zwischen Donnerstagabend und Freitagmorgen fast 2,8 Millionen Nutzer nach Angeboten gesucht, was mit Blick auf das Vorjahr einer Steigerung von einer Million Shoppern entspricht. Auch Amazon scheint wieder große Erfolge feiern zu können:

Der Online-Riese hatte die weihnachtliche Schnäppchenjagd bereits am vergangenen Montag mit dem Start seiner sogenannten Cyber-Monday-Week eingeläutet und gab nun bekannt: „Unsere Kunden in Deutschland kaufen auf Rekordniveau ein“, zitiert Reuters weiter. Rund 200.000 Spielzeuge sowie 140.000 Computer- und Tech-Produkte hätten die Kunden in den ersten zehn Stunden bestellt.

USA: Verkaufszahlen stiegen um 23 Prozent

Erste Zahlen von Adobe Analytics zeigen, dass die Online-Verkäufe am vergangenen Freitag in den USA um satte 23 Prozent gewachsen sind und einen Wert von mehr als sechs Milliarden Dollar erreicht haben. Dies zeige ein Blick auf die Käufe bei 80 der 100 größten Händler in den Vereinigten Staaten. Auch am Tag zuvor – am amerikanischen Feiertag Thanksgiving – seien die Verkäufe beachtlich gestiegen und kamen mit einem Wachstum von 28 Prozent auf rund 3,7 Milliarden Dollar, berichtet n-tv.

Auch der stationäre Handel durfte sich freuen, wobei die Zahlen hier nicht ganz so üppig ausfielen: Nach Informationen der Analysefirma RetailNext seien auf dem Offline-Parkett die Umsätze an Thanksgiving und am Black Friday um etwa vier bis sieben Prozent angewachsen. Das Kundenaufkommen wuchs demnach um fünf bis neun Prozent.

Es gab auch Zwischenfälle: Schießerei in den USA

Dass Shopping-Tage wie der Black Friday immer wieder auch bizarre Ausmaße annehmen können, zeigen nicht nur Ereignisse aus den vergangenen Jahren, sondern auch ein aktueller Vorfall aus den USA: Dabei soll es im Rahmen des Black Friday sogar zu einer Schießerei in einem Einkaufszentrum gekommen sein, bei dem ein Unschuldiger getötet wurde. Im US-Staat Alabama seien laut den Stuttgarter Nachrichten Schüsse auf zwei Jugendliche gefallen. Danach wurde der vermeintliche Schütze von der Polizei erschossen. Später habe sich herausgestellt, dass es sich bei dem Erschossenen gar nicht um jenen Täter gehandelt habe, der zuvor geschossen hatte. „Die Polizei gehe nach neuen Beweisen davon aus, dass an der Auseinandersetzung in Hoover, einem Vorort von Birmingham, mehr als zwei Personen beteiligt waren und ein Schütze noch auf der Flucht sei“, heißt es weiter.

Anmerkung der Redaktion

In einer früheren Version des Artikels hieß es, dass es in einer TK Maxx-Filiale in der niedersächsischen Großstadt Osnabrück aufgrund von Black-Friday-Schnäppchen zu einem massiven Polizeieinsatz und einer Massenschlägerei zwischen zwei rivalisierenden Gruppen oder auch Großfamilien gekommen sei. Die Neue Osnabrücker Zeitung, auf die wir uns im Rahmen der Berichterstattung berufen hatten, hat die Meldung mittlerweile revidiert. Wir danken der freundlichen Hinweisgeberin.

Über den Autor

Tina Plewinski Experte für Amazon

Bereits Anfang 2013 verschlug es Tina eher zufällig in die Redaktion von OnlinehändlerNews und damit auch in die Welt des Online-Handels. Ein besonderes Faible hat sie nicht nur für Kaffee und Literatur, sondern auch für Amazon – egal ob neue Services, spannende Technologien oder kuriose Patente: Alles, was mit dem US-Riesen zu tun hat, lässt ihr Herz höherschlagen. Nicht umsonst zeigt sie sich als Redakteurin vom Dienst für den Amazon Watchblog verantwortlich.

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