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Der frühe Vogel

Zahlungsmoral von Online-Kunden hat sich verschlechtert

Veröffentlicht: 26.11.2018 | Autor: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 26.11.2018 | Gelesen: 1289 mal
Rechnung auf einem Laptop

Obwohl es vielen Verbrauchern finanziell besser geht als früher, nehmen die Probleme mit säumigen Kunden im Online-Handel zu. Das ist laut Internet World zumindest die Darstellung der Inkasso-Unterenhmen. „Bei Privatkunden haben wir ein laxeres Verhalten hinsichtlich der Rechnungstreue“, erklärt Kirsten Pedd, Präsidentin des Bundesverbands Deutscher Inkasso-Unternehmen. Die Zahlungsmoral der Online-Kunden habe sich leicht verschlechtert. „Sie sagen sich: Dann zahl ich halt Mahnkosten.“

Der Online-Handel habe die meisten Probleme mit säumigen Kunden, gefolgt von Energieversorgern und Handwerkern. Verantwortlich für die Entwicklung sei aber nicht mehr Überschuldung, sondern „unkontrolliertes Konsumverhalten“, wie eine Branchenumfrage gezeigt habe. Bei Unternehmen habe sich die Zahlungsmoral hingegen positiv entwickelt.

Medimax und Notebooksbilliger fusionieren doch nicht

Ende September hieß es noch, dass Medimax und Notebooksbilliger ihre Kräfte bündeln wollen (wir berichteten). Eine gemeinsame Holding sollte gegründet werden, in der die jeweiligen Stärken im Online- und Offline-Geschäft verknüpft werden sollten. Doch wie Heise Online nun berichtet, wurde die geplante Fusion abgesagt. Beide Unternehmen sollen „erhebliche Einschränkungen in den jeweils eigenen Stärken“ befürchten, heißt es. Bei der Analyse und Ausarbeitung der operativen Details hätten sich die Fusionspläne als nicht belastbar erwiesen. „Zu unterschiedlich sind die Gene eines Onlineunternehmens wie Notebooksbilliger.de mit geradezu kultiger Start Up-Mentalität und eines traditionellen, gewachsenen Filial- und Franchiseunternehmens wie Medimax“, so die Erklärung.

Gute Aussichten: Lesara findet viele Interessenten

Die Insolvenz des Mode-Unternehmens Lesara sorgte vor rund zwei Wochen für Aufsehen (wir berichteten). Die Aussichten für das Unternehmen sind aber offenbar gut: Der Insolvenzverwalter von Lesara sehe gute Chancen, heißt es bei Heise Online. Zahlreiche Investoren hätten seit dem Insolvenzantrag ihr Interesse bekundet. „Lesara ist ein im Kern gesundes Unternehmen mit einem wettbewerbsfähigen Geschäftsmodell“, so der vorläufige Insolvenzverwalter Christian Graf Brockdorff. Die Löhne der Mitarbeiter seien bis Ende Januar 2019 gesichert. Lesara wollte die Sanierung zunächst in Eigenverwaltung angehen, inzwischen wurde jedoch ein reguläres Insolvenzverfahren eingeleitet. Das bedeutet weniger Freiheiten für das Management, aber eine voraussichtlich schnellere und einfachere Lösung.

Über den Autor

Michael Pohlgeers Experte für Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Eisen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört zu er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

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