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Marketplace-Händler reichen Sammelklage gegen Amazon ein

Veröffentlicht: 19.03.2013 | Autor: Ariane Nölte | Letzte Aktualisierung: 20.03.2013 | Gelesen: 6845 mal

 

Weil Zahlungen nach Ansicht der Verkäufer ungerechtfertigt und über die 90-Tage-Frist hinaus von Amazon eingefroren wurden, haben amerikanische Marketplace-Händler nun eine Sammelklage gegen den E-Commerce-Riesen eingereicht. Sie verlangen Zinszahlungen und Schadensersatz.

Urteil, Laptop, Hammer

Wie die The Seattle Times berichtet, haben sich für die Sammelklage U.S. District Court in Seattle dutzende Online-Händler zusammengetan. Sie werfen Amazon vor, dass es das Ausmaß der Vorgehensweise lukrativ mache, die Gelder einzubehalten. Dabei ist von einem zweistelligen Millionenbetrag jährlich die Rede, den Amazon in der Zwischenzeit investieren und sich dadurch bereichern könne.

Das Vorgehen soll nach Ansicht der Kläger nicht nur dem Recht des Staates Washington widersprechen, wonach Geldtransferunternehmen Auszahlungen innerhalb von nur zehn Werktagen leisten müssen, sondern auch den eigenen Vertragsbedingungen von Amazon, da Geld nicht selten auch mehr als 90 Tage lang eingefroren wird.

Einzelne Kläger geben an, sie mussten teilweise mehr als 100 Tage auf Zahlungen in Höhe von mehreren hundert Dollar warten. Weil Amazon auf Anfragen der Händler nicht reagiert haben soll, haben diese nun juristische Schritte eingeleitet. 

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Kommentare  

#2 Adrian 16.08.2018, 10:19 Uhr
Ich finde es immer noch falsch, dass man als Händler bei Amazon gebühren bezahlt um gegen den eigenen Dienstleiste konkurrieren zu müssen. Produkte die gut gehen werden von Amazon selbst vermarktet, dann ist Schluß mit dem Geschäft, kein Konkurrenz. Einen klaren fall von Misbrauch der Machtposition am Markt.

Gelder für 90 Tage einfrieren siehe ich als grundsätzlich falsch, und bringt viele Händler in arge Schwerigkeiten. Ich finde Ebay macht es besser, die Zahlungen gehen direkt an den Händler, und man muss nicht gegen seinen Anbieter auch konkurrieren - nur gegen die anderen am Markt. Allerdings bei Ebay gibt es auch Verbesserungsbe darf - aber das Konzept ist schon besser.
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#1 Caroline 03.05.2016, 21:55 Uhr
Es wäre schön, wenn es sowas auch in Deutschland geben würde. Amazon hält ja nicht nur die Gelder ein, Amazon beschlagnahmt auch das Lager. So wie es scheint, fordert Amazon gezielt bei gut laufenden Produkten die Herstelleradres sen und Preise der Händler unter Strafandrohung an. Schlechte Bewertungen bekommt man als FBA Händler nicht, weil es ja immer Amazons Versagen ist und Amazon eigene schlechte Bewertungen streicht. Wenn man nun einen Händler nicht mehr als Wettbewerber haben möchte, kann man bei einem FBA Händler nicht so schnell was finden um ihn fertig zu machen. Dann schiebt Amazon in Deutschland die Verifikation vor, d.h. grundlose fristlose Kündigung, finanzieller Ruin und Ware und Gelder des Händlers gibt es oben drauf. Ein höheres Ziel als "Kundenfreundli chkeit" ist die Zerstörung des deutschen Verlagswesen und Einzelhandels. Das macht Amazon richtig Spaß und Deutschland schaut zu. Die Amerikaner wehren sich ja jedenfalls noch und reichen Klage ein.
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