Bei einem Spin-Off handelt es sich um die Abspaltung eines Unternehmensteils oder einer Abteilung einer Gesellschaft. Die Abspaltung kann durch Ausgliederung, Neugründung oder Buy-out erfolgen. Zudem können Konzernteile auch im Zusammenhang mit einem Börsengang verkauft werden.

Häufig werden einzelne Geschäftseinheiten eines Unternehmens ausgegründet, wenn sie nicht zum Kerngeschäft des Unternehmens gehören oder wenn sich das Unternehmen aus einem Geschäftsbereich zurückziehen möchte. In der Praxis betrifft eine solche Ausgliederung häufig die Forschungs- und Entwicklungsabteilung, welche dann ein eigenständiges Tochterunternehmen bildet.

Meistens bleibt die Muttergesellschaft des Spin-Off-Unternehmens als Teilhaber und stellt das nötige Know-how zur Verfügung. Als Kapitalgeber dienen dabei Beteiligungsgesellschaften, Venture-Capital-Gesellschaften oder Privatinvestoren. Anders als die Banken agieren die Beteiligungsgesellschaften als Partner oder Anteilseigner und bringen somit nicht nur Kapital sondern auch ihr Wissen und ihre Erfahrungen in das Unternehmen mit ein.

Ein Spin-Off ermöglicht einem Unternehmen durch die Umwandlung eines Unternehmensteils in eine (Teil-)Beteiligung oder durch einen kompletten Verkauf, kurzfristig Finanzmittel zu beschaffen. Für die Abgabe dieses Unternehmensteils erhalten die Anteilseigner als finanziellen Ausgleich in der Regel Anteile des neuen Unternehmens.

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