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Händlerbund-Studie

Händler erwarten große Zustellprobleme im Weihnachtsgeschäft

Veröffentlicht: 05.12.2018 | Autor: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 05.12.2018 | Gelesen: 2618 mal
Händlerbund Weihnachtsstudie 2018

Bereits im vierten Jahr in Folge hat der Händlerbund seine Weihnachtsstudie 2018 veröffentlicht, in der Händler zu ihren Erwartungen in den kommenden Wochen befragt wurden. In diesem Jahr nahmen 372 stationäre und Online-Händler an der Studie teil. Dabei zeigt sich, dass rund zwei Drittel von ihnen (68 Prozent) im Weihnachtsgeschäft mit einem Umsatzplus rechnen. Vor allem die Marktplätze werden für die Händler in der Weihnachtszeit offenbar immer wichtiger: 81 Prozent betrachten Amazon und Ebay mittlerweile als wichtigste Verkaufskanäle – im Vorjahr sahen das nur 60 Prozent so.

Die größte Sorge macht den Händlern aber die Situation in der Logistik: 84 Prozent der Befragten gaben an, eine Überlastung der Lieferdienste in den kommenden Wochen zu befürchten. Im Vorjahr war nur die Hälfte der Händler in dieser Hinsicht besorgt und im Jahr 2016 war es sogar nur gut ein Drittel (36 Prozent).

„Dass Online-Marktplätze an Bedeutung gewinnen und die Umsätze im diesjährigen Saisongeschäft steigen werden, ist auch unser Eindruck“, erklärt Händlerbund-CEO Andreas Arlt. „Probleme bei den Zustellern sind die Kehrseite des Erfolgs. Die Logistikbranche ist angesichts des großen Ansturms im Online-Handel schlichtweg überfordert.“

Nur neun Prozent erwarten keine Probleme

Neben der Überlastung der Lieferdienste befürchten die Händler hohe Retourenquoten (34 Prozent), Kundenbeschwerden (28 Prozent) und Probleme auf Online-Plattformen (17 Prozent). Zudem schauen deutlich weniger Händler gänzlich optimistisch auf das Weihnachtsgeschäft: Während im Jahr 2017 immerhin noch 17 Prozent der Händler ein absolut reibungsloses Geschäft erwarteten, sind es in diesem Jahr nur noch neun Prozent.

Um sich auf das Weihnachtsgeschäft vorzubereiten, haben die meisten Händler (72 Prozent) bereits ihre Lager gefüllt. Knapp ein Drittel der Befragten (29 Prozent) hat besondere Online-Anzeigen geschaltet, jeder Sechste (16 Prozent) beschäftigt Saison-Personal und rund jeder zehnte Händler bietet ein verlängertes Widerrufsrecht im Weihnachtsgeschäft. Der erwartete umsatzstärkste Tag soll übrigens ein Sonntag sein: Am 16.12.2018 erwarten die Händler die größten Umsätze.

Weitere Erkenntnisse aus der Händlerbund-Studie zum Weihnachtsgeschäft 2018 zeigt die Infografik:

Händlerbund Weihnachts-Studie 2018 

Über den Autor

Michael Pohlgeers Experte für Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Eisen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört zu er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

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Kommentare  

#2 Michaela Zang 06.12.2018, 09:36 Uhr
Alle Jahre wieder. Leider funktioniert die Zustellung der Briefpost sowie Pakete schon seit der Blackweek Woche nicht mehr so 100%ig. Briefe verschwinden einfach. Einige Pakete brauchen bis zu 4 Werktage für die Zustellung. Leider bekommen wir die negativen Bewertungen der Kunden und nicht DHL. Und denen ist das echt egal. Typisch Deutsche Post/DHL.
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#1 Dirk Reichel 05.12.2018, 14:13 Uhr
Na WAS für eine Erwartung. Das klappt schon seit Mitte November vorne und hinten nicht. Pakete mit DHL benötigen bei uns zur Zeit 4-7 Werktage (OHNE Samstag). Und wenn ich bei DHL anrufe, gibts a pampige Antwort gratis. Das Weihnachten seit rund 2000 Jahren im Kalender steht, läßt man dort auch nicht gelten.
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