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Amazon-Patent für ein Touchpad mit eigener Gravitation

Veröffentlicht: 07.03.2013 | Autor: Redaktion | Letzte Aktualisierung: 13.06.2013 | Gelesen: 13848 mal

Es ist schon ärgerlich, wenn der Kunde auf dem Touchpad ganz in die Nähe des Kaufen-Buttons zeigt, doch der für den Online-Händler befreiende Klick einfach nicht zustande kommt. Amazon will solchen Umständen ein Ende bereiten und hat ein Patent für eine „gravitationsbasierte“ Technik angemeldet, die vermeintliche Klicks auf Links in der Nähe richtet.

Sei es, weil der Nutzer knapp neben das gewünschte Feld tippt oder nur zufällig einen Bereich mit dem Finger berührt – Amazons Kindle könnte künftig in der Lage sein, umgebene Links zu erkennen und automatisch den Fingerzeig des Users in die richtige Richtung zu lenken.

Amazon-Gravitation für bessere User Experience

Viele werden es schon erlebt haben. Wer häufig einen Touchscreen bedient, hat beim Versuch ein Feld anzuklicken schon einmal alles und nichts getroffen, bis endlich der richtige Link dabei war. Die amazon-patentierte Technik kann also mehr Spaß beim Surfen auf Webseiten und in Online-Shops bringen und das kommt Shopbetreibern ja doppelt entgegen. Zum einen steigert es die User Experience, das nervige Daneben-Klicken entfällt, und zum anderen erwischt der User beim Klicken mit höherer Wahrscheinlichkeit den vom Shopbetreiber gewünschten Button.

Es klingt ja geradezu paradiesisch für Online-Händler, alle Klicks der Nutzer per Gravitation in die gewünschte Richtung zu lenken. Das ein oder andere E-Book könnte Amazon damit bestimmt zusätzlich über den virtuellen Ladentisch schieben.

Ungewollte Bestellungen im Gravitationsbereich

Der E-Commerce-Riese Amazon ist mit seinem neuen Patent in der Lage, Usern zusätzliche Führung zu geben und dafür zu sorgen, dass nie wieder ein enthusiastischer Kunde versehentlich daneben klickt und den Kaufprozess anschließend entmutigt abbricht.

Problematisch sind bei dieser Sache mal wieder die eigenwilligen Verbraucher, die gern selbst entscheiden möchten, wann sie eine Seite öffnen und wann sie einfach nur ihr Gerät in der Hand halten. Ganz zu schweigen von dem verbreiteten Wunsch den Kaufen-Button selbstbestimmt anzuklicken und eine Bestellung nicht versehentlich durch unbedachte Bewegungen abzuschicken.

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Kommentare  

#4 Günter 24.09.2018, 12:12 Uhr
Jeden Tag Werbung für Google, Amazon und die anderen Giganten der Branche.
Hier dürften aber weitesgehend "kleine " Händler schreiben und die interessieren sich wohl eher nicht dafür.
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#3 Beomi 13.09.2018, 12:10 Uhr
Warum so kompliziert?
Amazon weiss, wo ich arbeite, wohne, mit wie vielen Personen im Haushalt, wie alt ich bin, welche Filme ich schaue, was ich wie oft bei wem kaufe, anschaue oder gar bewerte, welche Hobbys, Interessen ich habe, wie, wo, wie oft ich urlaube, wie mein Kontostand ist, usw. Amazon weiss also, was mir Freude bereitet und was ich kaufen möchte. Da sollte doch ein über die Front-Cam des Handys, Tablets erkanntes Blinzeln oder Lächeln reichen, um eine Bestellung auszulösen?!
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#2 Peter Kemper 07.05.2016, 20:49 Uhr
na das hat die Welt gebraucht. Und genauso benötige ich es, da oben im Weltall zu sterben, weil eine Witzfirma und nichtmal die NASA meinen Raumkreuzer gebaut hat. Was aber gut ist sind die Drohnen (die mit Rädern unterwegs sind) und die selbstfahrenden Autos. Endlich viel weniger Unfälle und ich muss meine Grosshirnrinde nicht mehr für solch eine primitive Angelegenheit wie das Autofahren verheizen.
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#1 auge 13.01.2015, 10:41 Uhr
Naja, irgendwie kann das ja keine wirkliche Hilfe sein, weil 2 komplett unterschiedlich e Absichten vereint werden sollen:
"den vom Shopbetreiber gewünschten Button" und der
vom User gewünschte Button.

Ist das zufällig dasselbe, wird die User Experience tatsächlich verbessert, ist dem aber nicht so, gibt es einen Zielkonflikt. ...
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