Teilen Teilen Kommentare Drucken
Gastartikel

Storytelling auf Online-Marktplätzen – geht das überhaupt?

Veröffentlicht: 07.12.2018 | Autor: Gastautor | Letzte Aktualisierung: 07.12.2018 | Gelesen: 1242 mal
Storytelling-Bild

Der Begriff Storytelling ist ein oft gehörtes Buzzword im Bereich des Content Marketings. Doch was sich im eigenen Online-Shop mit ein wenig Know-how relativ leicht umsetzt lässt, gestaltet sich auf einem Marktplatz etwas schwieriger.

Großunternehmen wie Apple, Redbull oder Coca-Cola haben es vorgemacht: Alle drei Unternehmen sind nicht zuletzt deswegen so bekannt, weil sie es geschafft haben, dass ihre Produkte besondere Bedürfnisse beim Kunden wecken. Einer der Gründe: Die Unternehmen haben schon früh erkannt, dass es nicht nur wichtig ist, ein gutes Produkt zu haben, sondern dieses auch in eine emotionale Geschichte zu integrieren. Diese Vorgehensweise wird im Marketing als Storytelling bezeichnet und lässt sich auch von kleinen Händlern und Unternehmen im eigenen Onlineshop und sogar auf Marktplätzen realisieren.

Storytelling im Content Marketing

Grob gesagt bezeichnet Storytelling die Vorgehensweise, ein Produkt oder sogar ein ganzes Unternehmen mit einer emotionalen Geschichte aufzuladen, die nicht nur zum Kauf anreizt, sondern auch darüber hinaus im Gedächtnis bleibt. Storytelling kann helfen, den sogenannten Pain Point zu überwinden, das heißt Misstrauen aufzulösen und stattdessen Vertrauen aufzubauen. Das ist im eigenen Online-Shop verhältnismäßig einfach umzusetzen, beispielsweise indem dem Kunden Einblicke in den Herstellungsprozess gegeben oder die Geschichte des Unternehmens dargestellt wird.

Auf den ersten Blick scheinen die Gestaltungsmöglichkeiten der eigenen Artikel auf den Detailseiten des Online-Marktplatzes sehr begrenzt. Es gibt jedoch auch hier einige Möglichkeiten, wie Händler mit Storytelling-Methoden das Beste aus ihren Produkten herausholen können.

Mit Storytelling zu besseren Produktbeschreibungen

Die meisten Produktbeschreibungen auf Detailseiten sind sehr schlicht und sachlich gehalten. Doch hier lohnt es sich, etwas Zeit zu investieren und die Datensätze hinsichtlich Storytelling-Aspekten zu konfigurieren. Das kann beispielweise eine besonders bildhafte und adjektivreiche Beschreibung oder Experten-Tipps für die Verwendung des Produktes sein. Außerdem lohnt es sich, bereits im Vorfeld zu überlegen, welche Fragen der Kunde zu dem Produkt haben könnte und diese entsprechend in der Produktbeschreibung zu beantworten.

Visual Storytelling

Auch wenn die meisten Online-Marktplätze vorschreiben, dass es sich beim ersten Bild um eine freigestellte Abbildung handeln muss, kann die Produktbeschreibung oftmals erweitert werden. Hier bietet es sich an, nicht nur auf perspektivische und detailreiche Aufnahmen zu setzen, sondern das Produkt in entsprechenden Kontexten zu inszenieren. Ein Beispiel hierfür ist, Möbel oder Dekorationsobjekte in Kombination mit verschiedenen Einrichtungsstilen zu zeigen. Wer hingegen im Modebereich verkauft, sollte sich überlegen, ob er in Zukunft seine Kleidungsstücke nicht mehr nur in Standardgröße 36 an einem Model darstellt, sondern Jeans, Kleider und Co. in unterschiedlichen Größen und an diversen Figurtypen zeigt. Auch besonders emotionale Produkte, die eine Art Lebensgefühl vermitteln, sollten mit einer Rahmenhandlung in Bildern versehen werden: Ein Beispiel hierfür ist der Grill, der von vielen mit Sommer, einer ausgelassenen Stimmung und Gartenpartys assoziiert wird. Um diesen im Sinne des Storytellings zu präsentieren, bietet sich beispielsweise die Erstellung einer Bildserie vom Aufbau des Grills bis zum fertigen Grillteller an.

A+ Content und Markenseiten

Markeninhabern, die Ihre Marke entsprechend registriert haben, oder Verkäufern bietet sich auf den meisten Marktplätzen die Möglichkeit, ihre Produkte mit erweiterten Inhalten zu bewerben. Die Möglichkeiten der Präsentation sind dabei sehr vielfältig und reichen von der Einbindung von Videos über Produktvergleichstabellen bis hin zu großformatigen Bildern mit ausführlicher Textbeschreibung. Beispielhaft zu nennen ist hier das Amazon A+ Enhanced Marketing Content Programm für Verkäufer.

Miriam Gebbing

Über die Autorin

Miriam Gebbing ist Redakteurin bei real.digital. Auf dem hauseigenen Blog real2business informiert sie Händler und E-Commerce-Interessierte über aktuelle Entwicklungen des Marktplatzgeschäftes und interessante Marketingstrategien.

Newsletter
Abonnieren
Bleibe stets informiert mit unserem Newsletter.

Schreiben Sie einen Kommentar

Sicherheitscode
Aktualisieren