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14.11.2018 – YouTube droht Europa mit Geoblocking | Blockchain: Deutsche Unternehmen halten sich zurück | Flipkart-Chef tritt zurück

Veröffentlicht: 14.11.2018 | Autor: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 14.11.2018 | Gelesen: 1466 mal

YouTube droht Europa im Fall der geplante Urheberrechtsreform mit Geoblocking, deutsche Unternehmen halten sich in Sachen Blockchain noch zurück und der Flipkart-Chef muss zurücktreten.

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© sub job / Shutterstock.com

EU-Urheberrechtsreform: YouTube droht mit Geoblocking

Das EU-Parlament plant, dass Plattformen künftig für Urheberrechtsverstöße ihrer Nutzer haften. Müssen die Plattformen bislang erst reagieren, wenn sie auf einen Verstoß hingewiesen werden, sollen sie in Zukunft schon das Hochladen von urheberrechtlich geschützten Inhalten verhindern. YouTube-Chefin Susan Wojcicki hat die Pläne der EU bereits kräftig kritisiert, doch nun legt das Unternehmen härtere Bandagen an, wie t3n.de berichtet. „Sollte die Online-Plattform künftig unmittelbar für die Urheberrechtsverletzungen von Nutzern haften, könnten die potenziellen Verpflichtungen so groß werden, dass kein Unternehmen ein solches finanzielles Risiko übernehmen könne“, so Wojcicki. Nutzer in Europa könnten deshalb künftig von Inhalten ausgeschlossen werden, wenn die Rechtslage nicht eindeutig geklärt sei. Dann könnte es bald wieder heißen: „Dieses Video ist in deinem Land leider nicht verfügbar. Das tut uns leid.“

Blockchain: Kaum Thema bei deutschen Unternehmen

Die Blockchain ist spätestens seit dem Bitcoin-Hype in aller Munde. Doch deutsche Unternehmen zeigen sich noch recht zurückhaltend, wie eine Bitkom-Studie laut Heise Online zeigt. So gaben 86 Prozent der befragten Firmen an, noch nicht über sinnvolle Anwendungen der Blockchain im eigenen Unternehmen nachgedacht zu haben. 60 Prozent der Befragten hätten sich noch nicht einmal mit der Technik selbst befasst. Lediglich zwei Prozent der Firmen diskutieren derzeit über den Einsatz von Blockchain, vier Prozent stehen in der Planungs- und Testphase und nur zwei Prozent setzen die Blockchain bereits ein. Für die Unternehmen steht offenbar vor allem die Frage im Raum, wie man die Blockchain sinnig im Unternehmen einsetzen könne. 88 Prozent der Befragten gaben an, keinen praktischen Anwendungsfall zu sehen.

„Schweres persönliches Fehlverhalten“: Flipkart-Chef tritt ab

Der zu Walmart gehörende indische Online-Händler Flipkart muss nach einem neuen Chef suchen: Der bisherige CEO Binny Bansal hat seinen Posten geräumt, nachdem wegen „schweren persönlichen Fehlverhaltens“ gegen ihn ermittelt wurde, wie TechCrunch berichtet. Bansal hatte Flipkart im Jahr 2007 mitbegründet und war seit 2016 als CEO des Unternehmens tätig. Walmart erklärte in einem eigenen Statement, dass Bansal die Vorwürfe gegen ihn zurückgewiesen habe und die Ermittlungen „keine Beweise gefunden haben, die die Vorwürfe untermauern“. Flipkart habe aber „andere Fehlurteile von Bansal im Umgang mit der Situation, vor allem mangelnde Transparenz“ aufgedeckt. Deshalb habe man sich entschieden, den Rücktritt von Bansal zu akzeptieren.

Über den Autor

Michael Pohlgeers Experte für Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Eisen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört zu er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

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