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Kolumne: Nieder mit schlechten Verpackungen!

Veröffentlicht: 15.08.2014 | Autor: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 15.08.2014 | Gelesen: 1898 mal

Was habe ich als kauffreudige und abenteuerlustige Online-Shopperin nicht schon alles erlebt?! Ich habe winzige Produkte in gigantischen Kartons bekommen, verbeulte Pakete, aus denen die Artikel herausquollen. Ich habe halb-offene Sendungen erhalten, die die Deutsche Post separat „eintüten“ musste, weil sonst der Inhalt verloren gegangen wäre.

Zu meinen persönlichen Highlights zählt auch ein Päckchen aus dem Ausland, das der Online-Händler in einem Anfall von Leichtsinn mit Füller beschriftet hatte und das durch Nässe kaum leserlich gekennzeichnet war. Das Resultat: Ich durfte in der nächstgelegenen Post-Filiale mit der netten Angestellten 20 Minuten über die Adress-Entzifferung meiner Sendung plaudern (vielleicht wurde aus der Plauderei im Verlauf des Gesprächs auch ein kleiner Disput)...

Jedenfalls lässt sich zusammenfassen, dass man es in der Rolle des Verbrauchers auch nicht immer leicht hat. Stellen Sie sich vor, Sie bestellen eine Tagesdecke und eine mittelgroße Salatschüssel beim Online-Händler Ihrer Wahl und im nächsten Moment ersticken Sie in den Papp- und Verpackungsbergen, die zusammen mit Ihren Wunschartikeln einen Großteil Ihres Wohnzimmers erobert haben.

Sind die Pakete für die bestellten Produkte einfach überdimensional groß, sind zerrissen, „angegrabbelt“, beschmiert, überklebt und alles in allem unattraktiv, so kommt es durchaus vor, dass in mir das Verlangen schwindet, die Dienste des entsprechenden Online-Händlers erneut in Anspruch zu nehmen.

Und dabei wäre es gar nicht so schwer, mich als umweltbewusste Kundin bezüglich des Verpackungsmaterials glücklich zu machen. - Es müssen keine glitzernden, farbenfrohen Kartons sein, bei denen mir fast das Herz bricht, sie wegwerfen zu müssen. Nein. Die Verpackungen (inklusive Füllmaterial) sollten „lediglich“ angemessen sein, meine Wunschprodukte sicher und sauber von A nach B bringen und darüber hinaus das  Waldsterben nicht unnötig vorantreiben.

Die „Sahnehaube“ bilden natürlich jene Händler, die ihre Pakete durch Drucke, „Graffitis“ Aufkleber, Stempel oder ähnliche „Verzierungen“ individualisieren und verschönern. Dies führt zu einem positiven ersten Eindruck und bleibt Kunden im Gedächtnis. Wo einige Händler mit dieser Marketing-Strategie Erfolge feiern und dabei auch aus Unternehmenssicht ein Statement setzen, sollten sich andere Anbieter von diesen Vorbildern auf jeden Fall ein Papp-Scheibchen abschneiden.

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