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Warum Produktvideos in Online-Shops sinnvoll sein können

Veröffentlicht: 06.03.2013 | Autor: Redaktion | Letzte Aktualisierung: 13.06.2013

ProduktvideosZusätzliche Besucher der Website, eine höhere Kundenbindung und steigende Rendite – diese Vorteile können Betreiber von Online-Shops verbuchen, wenn sie Produktvideos auf ihre Homepages stellen. Davon ist Yaniv Axen überzeugt. Er ist technischer Leiter der New Yorker Firma Sundaysky, die einen Dienst zur automatischen Videoproduktion betreibt. Im amerikanischen Social-Media-Fachblog Mashable nennt er acht Gründe für den Einsatz von Produktvideos.

Vor allem in gesättigten Marktsegmenten sei der Wettbewerb hart: Neue Kunden kann ein Unternehmen nur dann gewinnen, wenn es diese von der Konkurrenz abwirbt. Wer dynamischen Inhalt auf seiner Webseite vorweisen kann, sei im deutlichen Vorteil gegenüber Mitbewerbern, die lediglich statischen Content haben.

Dies sind die Gründe dafür:

  1. Videos bringen ein besseres Ranking in Suchmaschinen: Seit Google die Suchergebnisse in Medienkategorien aufgliedert, haben E-Business-Seiten mit Videos einen Vorteil gegenüber anderen Internetangeboten. Einer Studie des Marktforschungsunternehmens Forrester zufolge hat ein Video mit durchsuchbaren Schlüsselwörtern eine 50-fach höhere Chance, auf der ersten Seite der Ergebnisse angezeigt zu werden, als eine entsprechende Text-Seite.
  2. Videos lassen sich mehrfach verwerten: Es ist gleich, über welchen Kanal man ein Video verbreitet. Online-Videos lassen sich über Youtube – die weltweit zweigrößte Suchmaschine – genauso gut abspielen wie über mobile Netzwerke, via Fernsehen oder auf Bildschirmen in stationären Geschäften.
  3. Videos regen zum Teilen an: Ein Video hat eine höhere Chance, in sozialen Netzwerken bemerkt und geteilt zu werden als textbasierte Seiten. Ein Vorschaubild auf Facebook etwa erregt mehr Aufmerksamkeit, erzeugt mehr Kommentare und leitet mehr Besucher auf die Hauptseite einer Marke.
  4. Video fokussiert die Besucher: In einem Video erhält der Nutzer an einer einzigen Stelle diejenigen Informationen über ein Produkt, die er sich ansonsten an verschiedenen Stellen des Online-Geschäfts zusammensuchen muss.
  5. Videos setzen indirekte Kaufimpulse: Indem ein Video ausführliche Produktinformationen liefert, werden eventuelle Vorbehalte abgebaut. Einzelne Botschaften können ins Unterbewusstsein wandern und die Wahrnehmung von Website oder Marke positiv beeinflussen.
  6. Video-Newsletter steigern die Kundentreue: Ein mit einem Video verbundener Newsletter wird schätzungsweise zwei- bis dreimal häufiger geöffnet als ein rein textbasierter Newsletter.
  7. Videos können personalisiert werden: Videos können für jeden einzelnen Kunden maßgeschneidert werden, indem geografische Informationen oder aus früheren Einkäufen erstellte Kaufempfehlungen in das Video integriert werden. Dies lässt sich mit Automatisierungssoftware oder Online-Diensten erledigen. Wie das US-Unternehmen Sundaysky betreiben auch Firmen wie Stupeflix (mit Sitz in Paris, Berlin und San Francisco) eine Online-Plattform für derartige automatisierte Videoproduktion.
  8. Kosten für die Videoproduktion sinken: Technikexperte Yaniv Axen von Sundaysky vermutet, dass die Entwicklung der Kosten für die Automatisierung der Videoproduktion in den kommenden Jahren ähnlich verlaufen wird wie das Management von Websites. Was früher eine aufwändige Programmierung von Homepages per Hand nötig machte, wird heute von Content-Management-Systemen automatisiert erledigt.

Wenn dieser Trend tatsächlich wie von Axen vorausgesehen eintritt, dürften vor allem diejenigen Online-Shops vom Videoeinsatz profizieren, die schon recht bald damit beginnen. Haben sich Videos als Standard erst einmal etabliert, dürfte der Wettbewerbsvorteil hingegen wieder schrumpfen.

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