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Kuriose Produkte im E-Commerce

Spielen mit Corona-Helden, Telefonieren mit Bananafon, Grafik-Power in Pink

Veröffentlicht: 07.05.2020 | Autor: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 07.05.2020
Corona-Spielzeugfiguren

In den Zeiten der Coronakrise kommen Helden des Alltags noch mehr zum Vorschein: Personal in den Krankenhäusern, aber auch Lieferanten, die weiter arbeiten. Der Spielzeughersteller Mattel will diesen Menschen jetzt ein kleines Denkmal setzen – und widmet ihnen eigene Actionfiguren, wie das Unternehmen bekanntgibt.

Fisher Price bringt Corona-Helden als Action-Spielzeug

Die sogenannte #ThankYouHeroes-Kollektion der Marke Fisher Price umfasst insgesamt 16 Puppen in vier verschiedenen Berufen: Arzt, Krankenschwester, medizinischer Notfalltechniker und Lieferwagenfahrer. In einem weiteren Set für kleinere Kinder gibt es auch einen Rettungssanitäter und einen Angestellten in einem Lebensmittelgeschäft. „ThankYouHeroes soll die Helden des Gesundheitswesens und des Alltags verewigen und ehren und zusätzliche Spenden zur Unterstützung von Ersthelfern anregen“, erklärte Chuck Scothon, Senior Vice President von Fisher Price. 

Denn die Netto-Einnahmen des Projekts spendet das Spielzeug-Unternehmen an die Initiative „FirstRespondersFirst“, die Ersthelfer im Gesundheitswesen im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie unterstützt. Die Puppen kosten jeweils 20 US-Dollar. Kunden können sie bis 31. Mai vorbestellen. Dann brauchen sie jedoch Geduld: Die Lieferung kommt erst bis zum 31. Dezember 2020. Die Figuren spiegeln anscheinend auch die Anforderungen der Coronakrise wieder: Große Hände zur nötigen Hilfsbereitschaft, dafür eine schmale Taille – auch Spielzeugfiguren müssen in diesen Zeiten den Gürtel enger schnallen.

Banana Phone will Leben retten

Mit einem iPhone zieht man heutzutage kaum noch neidische Blicke auf sich – aber wie wäre es, wenn Sie mit einer Banane reden? Das Banana Phone sieht aus wie die banale Frucht – ist aber ein Handy, immerhin mit Bluetooth-Lautsprecher und integriertem Sprachassistenten, das den Nutzer mit dem eigentlichen Smartphone verbinden soll. „Vergessen Sie Apple – die wahre Zukunft der Telefontechnologie ist die Banane“ lautet ein Werbespruch und kleiner Seitenhieb auf den übermächtigen Konkurrenten.

https://bananaphone.io/

Das Kommunikations-Obst ist aber nicht nur ein Gag. Ein Prozent des Jahresumsatzes wollen die Gründer für den Schutz von Gorillas in der Demokratischen Republik Kongo und Ruanda spenden. Auch in der Herstellung gibt man sich naturnah: Die Materialien sollen aus ethisch vertretbaren Quelle stammen. Das Projekt startete 2017 mit einer Crowdfunding-Kampagne, inzwischen gäbe es rund 1.000 Vorbestellungen aus 18 Ländern, heißt es auf der Webseite. Das Banana Phone ist für 39,99 US-Dollar zu haben. 

Pinke Grafikkarte ist Pink

Pink ist eine schöne Farbe. Man verbindet mit ihr vielleicht Glücksschweinchen, Flamingos, Paulchen Panther oder, naja, Pink Floyd. Völlig zu Recht nutzen Unternehmen sie also für allerlei Zwecke – auch Galax. Der Soft- und Hardware-Händler hat jetzt eine neue Grafikkarten-Serie herausgebracht – eben in Pink. Die Serie trägt den fröhlich-bunten Namen „GALAX GeForce® RTX 2080 Super EX (1-Click OC) PINK Edition“. Warum eine Grafikkarte, die ja meist eher im finsteren Computerinneren zum Einsatz kommt, so ausgesprochen koloriert in Szene gesetzt wird, bleibt aber ebenfalls im Dunkeln.

 galax.com/en/galax-geforce-rtx-2080-super-ex-1click-pink.html

Ein IT-Experte, der anonym bleiben will, hat eine mögliche augenzwinkernde Erklärung: „Die Farbe einer Grafikkarte spielt sehr wohl eine Rolle. Zwar hat sie keinen technischen Einfluss, wirkt sich aber positiv auf das Selbstwertgefühl des Nerds aus. Nehmen wir also an, der- oder diejenige präsentiert seinen transparenten Tower auf der nächsten Lan-Party, so sind ihm die neidischen Blicke gewiss und das führt vielleicht sogar zu dem ein oder anderen Gespräch, was für den introvertierten Nerd einer Akzeptanz in der Gesellschaft gleich kommt.“ 

Über den Autor

Markus Gärtner Experte für Local Commerce

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.

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