Mammutaufgabe Digitalisierung – In der Ruhe liegt nicht die Kraft

Veröffentlicht: 05.09.2016 | Geschrieben von: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 05.09.2016

Digitalisierung ist ein komplexer Begriff, der von jedem einzelnen Unternehmen individuell mit Leben gefüllt werden muss. Für kleine Unternehmen ist der Prozess schwierig umzusetzen – allerdings ist er auch dringend notwendig.

Digitalisierung

© Konstantin Hermann - Fotolia.com

In einer früheren, weniger komplexen Zeit ging man, wenn man ein neues UKW-Radio brauchte, in die Stadt. Im Elektronikgeschäft ließ man sich vom Fachmann beraten, welches Radio den besten Empfang und die einfachste Bedienung bietet und trug es nach Hause. Heute checken die meisten Menschen in der Regel Vergleichsportale oder die aktuellsten Amazon-Deals und lassen sich das Päckchen noch am selben Tag in die Packstation oder dank Zeitfensterzustellung direkt um 19:24 Uhr nach Hause liefern. Der Kunde von heute ist längst „digitalisiert“, er will seine Bestellungen so schnell, so günstig und so stressfrei wie möglich. Ebay und Amazon machen es als All-In-One-Anbieter möglich, Deutsche Post und DPD sorgen für den ultraschnellen Versand. Und der kleine, traditionelle Elektronikfachmarkt? Kommt der etwa nicht mehr hinterher? Eine BVDW-Studie zur Digital Readiness kommt leider zum Ergebnis: Nein, kommt er nicht. Was tun?

5 Phasen der Digitalisierung

Der BVDW hat 5 Phasen der Digitalisierung ausgemacht: Die Ruhe-Phase, die Starter-Phase, die Pilot-Phase, die Digitalisierungs-Phase und das finale Stadium, „Digitalisiert“, in dem ein Unternehmen den Weg der digitalen Transformation abgeschlossen hat.  Die Studie kommt zum Schluss, dass kleinere Unternehmen weitaus größere Probleme haben, den Digitalisierungsprozess zu bewältigen, als größere. „Die unternehmensgrößenspezifischen Unterschiede in dieser Studie sind wirklich sehr spannend. Fast schon dramatisch erscheinen die Unterschiede zwischen kleineren und größeren Unternehmen, wir haben in dieser Studie nach Umsatz und Mitarbeiterzahl differenziert. Hier deuten die Ergebnisse darauf hin, dass gerade die kleinsten Unternehmen den größten Nachholbedarf aufweisen“, sagt Oliver Bohl, Vorsitzender der Fokusgruppe Digital Commerce im BVDW.

Größere Unternehmen tun sich leichter, aber auch nur, wenn die „digitale Denkweise“ von der Geschäftsführung nicht nur mitgetragen, sondern vorgedacht wird. Michael Knaupe, Director Products & Services DPD GeoPost (Deutschland) GmbH, erklärt: „Bei uns ging der entscheidende Impuls zu einer konsequenten Digital-First-Denkweise unmittelbar von der Unternehmensführung aus. DPD CEO Boris Winkelmann legt seit seinem Amtsantritt 2013 den Fokus auf eine entschiedene Nutzung der Digitalisierung als Wachstumschance.“ „Chance“ ist das Zauberwort. Man darf Digitalisierung nicht nur als Gefahr, als notwendiges Übel, sondern muss sie als Chance begreifen, sich in einem verändernden Markt neu zu positionieren.


Dies ist ein Auszug aus dem Artikel „Mammutaufgabe Digitalisierung: In der Ruhe liegt nicht die Kraft“ aus der September-Ausgabe unseres Onlinehändler Magazins. Im vollständigen Beitrag schauen wir uns die genannten fünf Phasen der Digitalisierung genauer an und lassen ausführlich die Experten Oliver Bohl vom BVDW und Michael Knaupe vom Logistiker DPD zu Wort kommen. Am kommenden Montag lesen Sie das vollständige Interview mit Michael Knaupe, Director Products & Services DPD GeoPost (Deutschland) GmbH, auf Onlinehaendler-News.de.

Onlinehändler Magazin September-Ausgabe

 

Neben der Digitalisierung haben wir uns in der aktuellen September-Ausgabe des Magazins unter anderem auch mit den Themen Weihnachtsvorbereitung, Produktinformationen sowie Facebook-Shops beschäftigt. (Bild: © Händlerbund)

 

 

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