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Digital Tech Newsflash: Games im Facebook Messenger | Samsung: Millionen-Rückruf von Waschmaschinen | Telekom bastelt Drohnen-Abwehrsystem | Selbstfahrende Boote in Amsterdam | Kühe texten Bauern

Veröffentlicht: 07.11.2016 | Geschrieben von: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 07.11.2016

Heute im Digital Tech Newsflash: Facebook bringt Instant Games für seinen Messenger, Samsung ruft feuerfangende Waschmaschinen zurück, die Telekom tut etwas für die Drohnenabwehr, in Amsterdam fahren die Boote bald von selbst und auf den Bauernhöfen texten die Kühe ihren Bauern.

Facebook Messenger Instant Games

© Explore Tech - Youtube-Screenshot

Facebook Messenger testet Instant Games

Das waren noch Zeiten, als man sich bei Facebook nicht vor Notifications und Einladungen zu Farmville, Candy Crush und anderen halbgaren Zeittotschlag-Spielen retten konnte. Mittlerweile ist der Trend, zu Recht, eingeschlafen oder zumindest hat fast jeder die Funktion gefunden, mit der man die Mitteilungen ausblenden kann. Grund dafür ist auch der Siegeszug der Mobile Games, der den Zeitvertreib auf Facebook obsolet machte. Das gefällt dem Social Network natürlich nicht, darum kommt man nun mit einer neuen, alten Idee um die Ecke: Die Spiele sind wieder eröffnet, diesmal als Instant Games im Facebook Messenger. Wie TechCrunch meldet, bastelt Facebook gerade an der Plattform, die kleinere Spiele in den Chat implementiert, die man etwa auch rundenweise und zeitversetzt spielen kann. Der Entwickler King.com, berühmt-berüchtigt für Candy Crush, testet in Neuseeland bereits das Instant Game „Shuffle Cats Mini“. Facebook will noch im November ein Development Kit veröffentlichen, mit dem weitere Entwickler Spiele beisteuern können. Wir müssen uns wohl auf die Rückkehr der Facebook Games einstellen.

Rückrufaktion: Jetzt brennen die Waschmaschinen bei Samsung

Ach, Samsung, ihr habt es schon nicht leicht. Der Rauch (ähäm) um das Note7-Debakel hat sich noch nicht gelegt, da muss das Unternehmen die nächste Hiobsbotschaft verkünden. Diesmal sind die Waschmaschinen betroffen. Erste Meldungen, dass möglicherweise auch Toploader von Samsung gern mit dem Feuer spielen, gab es schon vor einigen Wochen. Nun musste Samsung einen weiteren Mammut-Rückruf starten, berichtet Futurezone. Wegen Brandgefahr ruft das Unternehmen schlappe 2,8 Millionen Waschmaschinen zurück. 34 Toploader-Modelle, die zwischen März 2011 und November 2016 produziert wurden, sind betroffen. In den vergangenen Jahren sollen 730 Maschinen Feuer gefangen und neun Menschen verletzt haben. Eine Sammelklage in den USA läuft bereits. Ist das Image einmal hin…

Drohnen-Abwehrsystem der Telekom

In Deutschland gibt es über 400.000 Drohnen, schätzt die Deutsche Flugsicherung (DFS), die meisten davon werden privat genutzt. Bei allen Möglichkeiten, die sie für die Wirtschaft bieten, stellen sie auch eine handfeste Gefahr dar. Zum einen gibt es immer wieder Nachrichten über Beinahezusammenstöße mit Flugzeugen, zum anderen stellen Drohnen für viele Experten durchaus eine handfeste Terrorgefahr dar. Die Telekom will nun eine eigene Drohnenabwehr aufbauen, die Gebäude und Großveranstaltungen schützen soll, schreibt die Welt. Das Projekt befindet sich bereits in der Testphase. Unter anderem ist derzeit etwa der FC Bayern München auf der Suche nach genau so einem System, um das Stadion gegen Angriffe von oben zu sichern. Mehrere Unternehmen nehmen am Test teil, das System kostet nach aktuellem Stand allerdings 250.000 Euro.

Autonome Boote in Amsterdam?

Alle Welt spricht von autonomen Autos auf den Straßen dieser Welt. Das bringt Städten wie Venedig oder Amsterdam allerdings bemerkenswert wenig, wo viele Hauptverkehrswege Wasserwege sind. Daher arbeiten das MIT und das Amsterdam Institute for Advanced Metropolitan Solutions (AMS) nun an einem Programm für autonome schwimmende Fahrzeuge in Großstädten. Das Programm nennt sich Roboat, weiß Readwrite. Schon 2017 soll die weltweit erste Flotte autonomer Boote durch die Grachten Amsterdams schippern. Dabei geht es nicht nur um den Personennahverkehr. Roboat soll auch Umweltdaten sammeln, die Wasserqualität analysieren und als Frühwarnsystem vor Krankheiten fungieren. Das klingt zwar alles super, eine Gondelfahrt ohne Gondoliere klingt allerdings trotzdem nicht erstrebenswert.

Roboat in Amsterdam

© AMS

Kuh krank? Textnachricht an den Bauern!

Die verbale Kommunikation zwischen Bauer und Kuh ist aus offensichtlichen Gründen oft nicht ganz einfach. Wenn die Kuh krank oder schwanger ist, dann kann das in der Regel erst der Tierarzt feststellen. Doch das österreichische StartUp SmaXtec will den Kühen nun ermöglichen, ihre Bauern per Textnachricht über ihren Gesundheitszustand zu informieren – jedenfalls indirekt. SmaXtec platziert Sensoren im Bauch (genauer im ersten von vier Mägen) der Kuh, die via WLAN Gesundheitsdaten übermitteln. Die Hotdog-großen Sensoren (der Vergleich kommt von Quartz, nicht von uns), messen Temperatur, pH-Wert, Bewegungen und können angeblich mit 95-prozentiger Wahrscheinlichkeit sagen, ob die Kuh schwanger ist. Bei Änderungen gibt es eine Nachricht an den Bauern. Netter Nebeneffekt für den Bauern: Der weiß, wann die Kuh dank Schwangerschaft erhöhte Milchproduktion aufweist und kann das direkt nutzen. 350 Farmen sollen die Technologie bereits verwenden. Wie der Hotdog-Sensor in die Kuh kommt, lesen Sie lieber bei Quartz nach…

 

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