Digital Tech Newsflash: Die Polizei und Twitter | Überwachungskamera von Amazon | Facebook-Reactions im Messenger | Nintendo-Spielstände nicht übertragbar | Laser Tag in echt

Veröffentlicht: 06.03.2017 | Geschrieben von: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 06.03.2017

Im Digital Tech Newsflash blicken wir heute auf die Twitter-Aktion der Hamburger Polizei, Amazons Überwachungskamera, Facebooks Messenger-Reactions, Nintendo Kunden(un)freundlichkeit und Laser Tag.

NDR Polizei Twitter

© NDR - Screenshot

Polizei Hamburg twittert den Einsatz-Tag live

Ohne Social Media geht heute nichts mehr, offenbar auch nicht bei den Ordnungshütern. Die Polizei Hamburg hat am vergangenen Freitag von 14 Uhr bis 2 Uhr nachts sämtliche Einsätze getwittert, insgesamt stattliche 859. Von Ruhestörungen über Schlägereien bis hin zu illegalen Autorennen war alles dabei, womit der Beamte heute so zu tun hat. Gegenüber dem NDR sagte Polizeisprecher Timo Zill: „Wir wollen zeigen, dass wir eine moderne Polizei sind.“ 575 Tweets wurden insgesamt abgesetzt. Die Social-Media-Nutzung soll die Polizei für den Nachwuchs interessanter machen. Auf die Follower-Zahl hatte die Aktion keinen nennenswerten Einfluss. Vor dem Marathon hatte die Polizei etwa 70.000 Twitter-Follower, danach waren es circa 500 mehr. Unter vielen Standardnachrichten bewies die Polizei Hamburg durchaus auch ein Gespür für Humor:

Überwachungskamera von Amazon?

Da werden sich Datenschützer bestimmt riesig freuen: Amazon scheint nach dem Echo nun auch an einer Überwachungskamera zu arbeiten. Wie Golem meldet, ist auf Amazons Server ein Foto aufgetaucht (das man sich hier anschauen kann), das die Kamera zeigt. Die Kamera steht hochkant auf einem kleinen Sockel und ist mit einem Mikrofon und einem LED-Ring ausgestattet, ähnlich wie der Echo. Es ist eigentlich nur folgerichtig, dass Amazon auch hier selbst in die Entwicklung geht, denn Kameras, die mit Alexa kompatibel sind, gibt es längst. Amazon selbst äußert sich zu dem Thema freilich bislang nicht, will auch das geleakte Foto nicht kommentieren.

Facebook: Reactions im Messenger

Erst kürzlich verkündete Facebook, dass die Reactions mittlerweile beliebter sind als der klassische Like-Button, der künftig an Relevanz verlieren werde. Da kommt es nicht überraschend, dass die bekannten Emoticons nun auch im Messenger Einzug halten sollen. TechCrunch meldet, das Facebook das Feature, das ähnlich wie die Sticker in Apple iMessage funktionieren, im hauseigenen Messenger-Dienst testet. Neben den bekannten Emoticons (Love, Haha, Wow, Traurig, Wütend) soll es hier allerdings auch den von Nutzern schon lange für das Netzwerk gefordert Daumen-runter-, also Dislike-Button geben. Bislang ist es nur ein kleiner Test, der Release dürfte noch eine Weile auf sich warten lassen.

Nintendo und die Spielstände

Die neue Switch von Nintendo ist nicht eben mit großem Speicherplatz gesegnet, daher empfiehlt das Unternehmen die Nutzung einer zusätzlichen Micro-SD-Karte. Soweit, so normal. Problem: „Game Save Data“, also die Spielstände, kann man nur auf dem internen Speicher lagern und auch nicht auf die Karte übertragen, so Gamestar. Das ist kurios, weil ansonsten fast alles übertragen werden kann und auch ärgerlich, wenn der interne Speicher voll ist oder man seine Spielstände zum Freund mitnehmen möchte. Noch ein wenig ärgerlicher, für beide Seiten, ist der Fall bei „Super Mario Maker“ für den Nintendo 3DS. Das Spiel kann zwar auf mehreren Geräten spielen, allerdings geht das nur mit dem Löschen der gespeicherten Spielstände. Das erfährt der Kunde aber erst, wenn er es mal auf einem neuen Gerät probiert. Die Verbraucherzentrale NRW hält das für unlauteren Wettbewerb und hat Nintendo sogar abgemahnt. Das Unternehmen hat daraufhin eine Unterlassungserklärung unterzeichnet und wird einen entsprechenden Hinweis ab dem 25. März auf alle Verpackungen drucken. Die Mitnahme der Spielstände ist aber weiterhin nicht möglich.

Laser Tag in der echten Welt

Laser Tag (auch als Laser Game bekannt) ist nicht erst seit der Liebe von Barney Stinson in „How I Met Your Mother“ für dieses Spiel sehr beliebt. Wer es nicht kennt: Stellen Sie sich Paintball mit Laserwaffen vor. Notwendig dafür ist allerdings spezielles Equipment und die entsprechende Lokalität. Dank des StartUps Proxy42 geht das künftig aber auch überall. Das Unternehmen hat einen Smartphone-Zusatz entwickelt, der Laser Tag überall möglich macht. Finanziert wurde es mit einer Indiegogo-Kampagne. Es handelt sich um einen Infrarot-Empfänger und -Sender. Die zugehörige Smartphone-App nutzt die Kamera des Smartphones und fügt AR-Elemente wie virtuelle Fadenkreuze oder die Punkteanzeige des Teams ein – ähnlich wie Pokémon Go. Engadget hat das Inceptor genannte Device ausprobiert. Es braucht zwar noch etwas Arbeit, macht aber offenbar einen spannenden Eindruck. Wer weiß, vielleicht bekommt der Sommer wieder einen Smartphone-Hype.

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