Bundeswehr will mit Cyber Innovation Hub gegen Cyber-Kriminalität vorgehen

Veröffentlicht: 05.05.2017 | Geschrieben von: Corinna Flemming | Letzte Aktualisierung: 05.05.2017

Die Online-Kriminalität nimmt stetig neue Züge an. Identitätsklau, gehackte Software oder gestohlene Bankdaten gehören heutzutage schon fast zum Alltag. Auch die Bundeswehr will sich den Bedrohungen aus dem World Wide Web nicht länger verschließen und baut in Berlin eine neue Abteilung auf, die sich genau damit auseinandersetzt.

 Soldat gegen Cyber-Angriff

© Masterchief_Productions /shutterstock.com 

Der Cyber Innovation Hub soll Experten der digitalen Branche rekrutieren, die bis 2021 eine 15.000 Personen starke Teilstreitkraft „Cyber- und Informationsraum“ bilden soll. Zusätzlich dazu soll ein neuer Cyber-Forschungsbereich an der Münchner Bundeswehr-Universität geschaffen werden. Mit diesen Neuerungen will die Bundeswehr in Zukunft nicht nur den Gefahren der realen Welt, sondern auch denen aus dem Cyberspace trotzen.

Gelassene StartUp-Mentalität trifft auf steife Bundeswehrstrukturen

Die neue Abteilung soll sich auch an die StartUp-Unternehmen wagen, die besonders in Berlin, dem Sitz des Cyber Innovation Hubs, nur so aus dem Boden sprießen. Zwar lässt sich die in den meisten Fällen lockere Atmosphäre eines jungen StartUps nur schwer vorstellbar mit den geregelten Bundeswehrstrukturen vereinbaren, doch Mitbegründer Marcel Yon hat eine Mission: „Wir wollen die Innovationen des Startup-Ökosystems der Bundeswehr zugänglich machen“, sagte er der Gründerszene. Yon ist selbst ein Entrepreneur der ersten Stunde und seit Ende der 90er Jahre digital erfolgreich unterwegs. Als Fregattenkapitän hat er aber auch einen Hintergrund bei der Bundeswehr.

Bundeswehr als Arbeitgeber interessanter machen

Mit dem Slogan „Deutschlands Freiheit wird auch im Cyber-Raum verteidigt“ will die Bundeswehr für sein neues Projekt werben. Doch auch weniger patriotischen Menschen will Yon mit dem neuen Konzept die Bundeswehr ein klein weniger schmackhafter machen: „Wir sind ein internationales Logistikunternehmen, Krankenhausbetreiber und einer der größten Bildungsanbieter. Die Bundeswehr ist ein Ökosystem, in dem die gesamte Komplexität und Diversität des realen Lebens abgebildet wird.“

Im Sommer bezieht der Cyber Innovation Hub seine Bürogebäude in Berlin. Aus den aktuell 10 Mitarbeitern sollen bis 2018 dann 30 werden.

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