Digital Tech Newsflash: Disney-Spiele als Datenkraken | Amazon Echo lässt sich als Abhörgerät missbrauchen | Apple arbeitet an Smartwatch mit LTE | YouTube: Mängel beim Jugendschutz | Pwnd Passwords: Neuer Passwort-Check

Veröffentlicht: 07.08.2017 | Geschrieben von: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 07.08.2017

Sammeln mobile Spiele von Disney Daten der Kinder, die die Spiele spielen, ohne darauf hinzuweisen? Wegen solcher Vorwürfe hat das Unternehmen derzeit Ärger in den USA. Diese und weitere Meldungen im Digital Tech Newsflash.

Kinder mit einem Smartphone

© sakkmesterke – Shutterstock.com

Disney: Mobile Spiele sollen ohne Erlaubnis Daten von Kindern sammeln

In den USA laufen derzeit Klagen gegen Disney und andere Spieleentwickler, die diverse Spiele-Apps für Android und iOS anbieten. Wie Heise Online berichtet, sollen über 40 Spiele-Apps von Disney und den Entwicklern Kochava Inc., Unity Technologies und Upsight Inc. ohne Genehmigung der Eltern Nutzerdaten von Kindern gesammelt haben. Das würde einen Verstoß gegen den Children's Online Privacy Protection Act (COPPA) aus dem Jahr 1998 darstellen. Unklar ist, wie viele Eltern sich der Klage angeschlossen haben, in der Anklageschrift sei lediglich der Name einer Mutter aufgeführt. Unter anderem seien die Spiele „Beauty and the Beast: Perfect Match“, „DuckTales: Remastered“ und „Star Wars: Puzzle Droids“ betroffen.

Amazon Echo: Der Spion in meinem Wohnzimmer?

Amazons Echo-Lautsprecher soll sich von Dritten als Abhörgerät missbrauchen lassen. Demnach lasse sich über die Unterseite des Echos ein Zugriff auf die Firmware realisieren, der Eingriff hinterlasse keine Spuren und der Hacker könne permanent mithören, wie es bei Gründerszene heißt. Die gute Nachricht: Der Hacker muss physischen Zugang zum Gerät erhalten, also mindestens in die Wohnung seines Opfers einbrechen. Damit sei die Installation der Schadsoftware so aufwendig wie das Anbringen von Wanzen durch einen klassischen Spion. Wer seinem Echo nun nicht mehr vertraut, sollte das Mikrofon abschalten, solange er es nicht verwendet – damit büßt man aber den großen Bequemlichkeitsfaktor ein.

Apple: Neue Smartwatch soll ohne iPhone auskommen

Bisher war die Verbindung zu einem iPhone notwendig, damit die Apple Watch Inhalte aus dem Netz abrufen und anzeigen konnte. Doch damit könnte künftig Schluss sein: Wie es bei t3n.de heißt, soll Apple an einer neuen Generation der Apple Watch arbeiten, die mit einem eigenen LTE-Chip ausgestattet ist. Damit könnte die Smartwatch sich gänzlich ohne iPhone mit dem mobilen Internet verbinden. Der Chip soll von Intel kommen. Zudem soll die Smartwatch auch Siri-Sprachbefehle unterstützen. Die neue Apple Watch soll bereits Ende des Jahres verfügbar sein. Beide Unternehmen gaben zu den Gerüchten keinen Kommentar ab.

YouTube: Jugendschutz soll kaum wirken

YouTube setzt bei der Einhaltung des Jugendschutzes auf freiwillige Helfer. Sie sollen dafür sorgen, dass die Inhalte auf der Video-Plattform für Kinder und Jugendliche sicher ist. Doch das System soll Lücken haben: Einige der „Trusted Flagger“ genannten Helfer bemängeln laut Heise Online, dass die Schutzmaßnahmen kaum wirken. YouTube soll bei den gemeldeten Problemen nicht mehr hinterherkommen, Meldungen über entsprechende Videos würden monatelang nicht bearbeitet. Ein Informant will beispielsweise im Dezember 2016 über 9.000 Berichte verfasst haben. Bearbeitet wurde davon bislang keiner, so der Informant.

Pwnd Passwords: Troy Hunt prüft Passwörter

Troy Hunt bietet mit dem Online-Dienst „Have I been pwnd“ schon länger einen Check, mit dem man überprüfen kann, ob eine E-Mail-Adresse in Datenleaks enthalten war – somit weiß man, ob Zugangs- und andere Daten eventuell unsicher sind. Nun hat der Sicherheitsforscher mit Pwnd Passwords ein neues Feature eingebaut: Damit lässt sich prüfen, ob ein Wunsch-Passwort bereits in einem Datenleck enthalten ist. Hunt weißt laut Golem.de darauf hin, dass man keine aktiven Passwörter eingeben solle. Pwnd Passwords zeigt nicht, ob ein Passwort besonders sicher oder zu empfehlen ist. Der Nutzer wird nur darauf hingewiesen, ob das Passwort schon in geleakten Datensätzen vorhanden ist, was die Unsicherheit dieses Passworts erhöhen könnte.

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