Digital Tech Newsflash: Google will K.I. mit StarCraft weiterentwickeln | Smarte Türschlösser sperren Nutzer aus | Mangelnde Vielfalt im Silicon Valley | Bitcoin-Kurs steigt auf über 4.000 Dollar | Mecklenburg-Vorpommern: Millionen für die Digitalisierung

Veröffentlicht: 14.08.2017 | Geschrieben von: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 14.08.2017

Heute im Digital Tech Newsflash: Google will seine K.I. DeepMind mit dem Echtzeitstrategiespiel StarCraft II weiterentwickeln, smarte Türschlösser sperren Nutzer aus, die mangelnde Vielfalt im Silicon Valley, der Bitcoin-Kurs explodiert weiter und Mecklenburg-Vorpommern will die Digitalisierung weiter vorantreiben.

StarCraft2 Screenshot

Googles DeepMind-K.I. soll StarCraft II lernen (Screenshot: Blizzard Entertainment)

Google K.I.: DeepMind lernt StarCraft II

StarCraft II ist einer der beliebtesten E-Sport-Titel der Welt. Das Echtzeitstrategiespiel wird nun aber nicht nur dazu genutzt, Fans Unterhaltung zu bieten: Google will das Game einsetzen, um seine künstliche Intelligenz DeepMind weiterzuentwickeln. Wie The Verge berichtet, haben DeepMind und der StarCraft-Publisher Blizzard nun eine Reihe neuer Tools veröffentlicht, die die K.I. in Sachen Gedächtnis und Planung weiterentwickeln sollen. Das Spiel sei die perfekte Umgebung, um diese Fähigkeiten zu erlernen, so die DeepMind-Forscher. Die Pläne, StarCraft II zu nutzen, wurden vergangenes Jahr bekannt.

Um DeepMind an das Spiel heranzuführen, wurde der künstlichen Intelligenz unter anderem eine riesige Datenmenge in Form von Replays von professionellen Spielen zur Verfügung gegeben. So soll die K.I. lernen, wie menschliche Spieler agieren. Zudem sollen Mini-Spiele dazu dienen, dass DeepMind verschiedene Aspekte des schnellen Strategie-Spiels erlernen kann. Zudem wurde eine API entwickelt, die dafür sorgt, dass die K.I. dieselben Einschränkungen wie ein Mensch erhält. So sollen unendliche schnelle Klicks vermieden werden. Unklar ist bislang noch, ob es irgendwann ein Match zwischen der K.I. und einem professionellen Spieler geben soll. Sollte es doch soweit kommen, kann man nur hoffen, dass als menschlicher Gegner der Koreaner INnoVation ins Rennen geschickt wird – sein Spitzname ist schließlich „The Machine“.

Fehlerhaftes Update: Smarte Türschlösser sperren Kunden aus

Die smarten Schlösser der Firma Lockstate wurden durch ein fehlerhaftes Firmware-Update außer Gefecht gesetzt. Die Schlösser werden besonders gerne von Airbnb-Gastgebern eingesetzt, die die Schlösser per WLAN programmieren können und so ihren Gästen lediglich eine Zahlenkombination und nicht immer einen tatsächlichen Schlüssel aushändigen müssen. Durch das Update wurde allerdings die Smart-Lock-Funktion zerstört, wie Heise Online berichtet. Damit lassen sich die Schlösser nur noch mit einem Schlüssel öffnen – für die Airbnb-Vermieter wird die Vermietung der Wohnung damit wieder umständlicher. Um das Problem zu lösen, muss die Hardware ausgetauscht oder das betroffene Gerät eingeschickt werden.

Analyse: Das Silicon Valley ist weiß und männlich

In der vergangenen Woche sorgte ein Entwickler bei Google für einen Aufschrei, als er ein frauenfeindliches Manifest im Netz veröffentlichte. Frauen, so argumentierte er, seien von Natur aus nicht für das Programmieren geschaffen. Das Manifest kostete den Mann seinen Job. Hat Google ein Problem mit weiblichen Angestellten? Eine Analyse von Recode zeigt, dass das Problem offenbar das ganze Silicon Valley betrifft: Demnach hat Twitter den höchsten Frauenanteil in Führungspositionen – mit 30 Prozent. Schlusslicht ist Intel mit einem Frauenanteil von knapp über 18 Prozent im Management. Auch in den Tech-Jobs liegt der Frauenanteil nicht über 26,7 Prozent (Amazon). Zudem sind die meisten Angestellten in den Tech-Unternehmen – vor allem in Führungspositionen – weiß.

Bitcoin knackt die 4.000-Dollar-Marke

Die Kryptowährung Bitcoin legt unaufhörlich zu: Nachdem sich jüngst die Digitalwährung in Bitcoin und Bitcoin Cash aufgespalten hatte, stieg der Kurs auf über 4.000 Dollar. Seit Jahresbeginn hat sich der Wert der Kryptowährung damit vervierfacht, heißt es bei Spiegel Online. Gleichzeitig zur Aufspaltung der Kryptowährung hatte die Bitcoin-Community technische Neuerungen vorgestellt, die die zuletzt stark gefallene Geschwindigkeit bei Transaktionen mit der Währung wieder erhöhen sollten.

Mecklenburg-Vorpommern: Millionen für die Digitalisierung

Mecklenburg-Vorpommern scheint die Digitalisierung ernst zu nehmen: Regierungschefin Manuela Schwesig hat nun zusätzliche Millionen für das Vorhaben angekündigt. Wie Heise Online berichtet, setze das Land auf Investoren aus der Industrie und auch auf StartUps. Die Digitalisierung eröffne dem Bundesland, „das viel Freiraum für neue Ideen und optimale Bedingungen für kreatives Arbeiten bietet, neue wirtschaftliche Chancen“, so Schwesig. Zehn Millionen Euro sollen die Digitalisierung der Wirtschaft nun weiter stärken – allerdings hat Mecklenburg-Vorpommern auch einigen Nachholbedarf, wenn es um den Ausbau des Breitbandnetzes geht.

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