Microsoft-Studie: Täglich Millionen Angriffe auf Nutzerkonten

Veröffentlicht: 22.08.2017 | Geschrieben von: Corinna Flemming | Letzte Aktualisierung: 22.08.2017

Der Angriff auf Cloud-Konten hat sich im letzten Jahr um 300 Prozent erhöht. Das ergab jetzt eine neue Studie von Microsoft. Oft machen es die Nutzer den Hackern denkbar einfach.

Cyber Attacke Schriftzug
© arda savasciogullari / shutterstock.com

Cloud-Konten werden immer häufiger das Ziel von Cyberattacken. Wie aus dem aktuellen Security Intelligence Report von Microsoft hervorgeht, konnte zwischen dem ersten Quartal 2016 und 2017 ein Anstieg um 300 Prozent festgestellt werden. Die Systeme des Konzerns erkennen und blockieren täglich Millionen von Angriffen. Microsoft hat im ersten Quartel 2017 rund 44 Prozent mehr schädliche Anmeldeversuche blockiert als noch im Jahr zuvor.

Zu schwache Passwörter laden Hacker ein

Können sich Hacker Zugriff auf Cloud-Konten verschaffen, passiert dies meist über Zugangsdaten, welche sich die Hacker bei Drittanbietern ergaunert haben. Dabei machen es schwache Passwörter, die leicht zu knacken sind, oder die mehrfache Verwendung dieser bei unterschiedlichen Konten den Angreifern besonders einfach. Zwar blockiert Microsoft den Zugang von dubiosen IP-Adressen, häufig können sich die Angreifer allerdings als echte Nutzer tarnen. Das Unternehmen ist allerdings stetig daran bemüht, seine Kunden vor Angriffen zu schützen. „Microsoft investiert jährlich eine Milliarde US-Dollar in die Forschung von neuen Sicherheitstechnologien und die Bekämpfung von Internetkriminalität. Das ermöglicht neue Technologien voranzubringen, die nicht nur Cyberangriffe erschweren, sondern sie schneller erkennen können und somit eine sofortige Reaktion erfolgen kann,“ bestätigt Milad Aslaner, Senior Product Manager Cyber Security bei Microsoft Deutschland, in einer Pressemeldung.

Internationale Unterschiede bei den Sicherheitsmaßnahmen

In den letzten Monaten hielten besonders Ransomware wie WannaCry und Petya die Medienlandschaft in Atem. Wie die Studie von Microsoft jetzt zeigt, gibt es hinsichtlich der Angriffe regionale Unterschiede. Besonders häufig werden Systeme in den Ländern Italien, Ungarn, Spanien und der Tschechischen Republik angegriffen. Hier lag die sogenannte Begegnungs-Rate mit Werten von 0,14 Prozent bis 0,17 Prozent am höchsten. In den USA konnte nur eine Rate von 0,02 Prozent festgestellt werden.

Auch der Umgang mit den Sicherheitslücken ist von Land zu Land unterschiedlich. Während Nutzer in Finnland in durchschnittlich 92,2 Prozent der Fälle eine Echtzeit-Sicherheitssoftware besitzen, bilden die Türkei (80,6 Prozent), Venezuela (80,4 Prozent) und Peru (78,3 Prozent) die Schlusslichter. „In dieser digitalen und damit stark vernetzten Welt kommt es darauf an, aktuelle Bedrohungslagen in Echtzeit zu erkennen und Schwachstellen oder Einfallstore schnell zu schließen,“ fasst Michael Kranawetter, National Security Officer bei Microsoft Deutschland, die Ergebnisse zusammen.

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