Digital Tech Newsflash: Russische Bots pushen angeblich AfD | Amazon akzeptiert bald Bitcoin | 160-TB-Seekabel von Microsoft und Facebook | Mutmaßlicher Mörder wegen Instagram gefasst | Nasensteuerung fürs Smartphone

Veröffentlicht: 25.09.2017 | Geschrieben von: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 03.06.2021

Russische Hacker sollen mit einem Bot-Netzwerk den Schluss-Wahlkampf der AfD unterstützt haben. Außerdem im Digital Tech Newsflash: Amazon, ein 160-Terabit-Seekabel, Instagram und eine Nasensteuerung.

Wahlzettel Bundestagswahl

© aldorado / Shutterstock.com

Russisches Bot-Netzwerk pusht angeblich AfD-Wahlkampf

Die #BTW17 ist durch, die AfD ist mit 12,6 Prozent drittstärkste Kraft geworden. In den Wahlsonntag platzte die Meldung, dass am Wochenende ein russisches Bot-Netzwerk mit dem massiven Teilen von AfD-nahen Tweets den Wahlkampf der Rechtsaußen-Partei noch einmal kräftig gepusht haben soll. Laut FAZ meldete das Digital Forensic Research Lab, dass ein Bot-Netzwerk aus Russland besonders Tweets mit dem Hashtag #Wahlbetrug von AfD-Anhängern vielfach geteilt hat. Buzzfeed geht dabei noch tiefer in die Analyse. Im Gespräch mit einem Hacker bot dieser an, die Hashtags #AFD und #AFDwaehlen in die Top 10 zu bringen – für 1.090 Euro.

Die FAZ nennt als Beispiel einen Tweet der Nutzerin Renate Biller, deren Account erst am 9. September angelegt wurde und die bis zum Wochenende nur 16 Follower hatte. Der Tweet wurde dann aber über 500 Mal geteilt. Dies sei ein klares Indiz für ein Bot-Netz. Pro-AfD-Bots sollen ihren Ursprung in den vergangenen Wochen vor allem in Russland haben. Wer allerdings wirklich dahintersteckt, ob AfD-Mitglieder die Kampagne eingefädelt haben oder schlicht Sympathisanten der Partei, ist unklar. Auch der Einfluss auf das letztendliche Wahlergebnis ist nicht zu beziffern. Klar ist allerdings, dass Bot-Netzwerke für Twitter – auch abseits der Bundestagswahl – zu einem immer größeren Problem werden.

Akzeptiert Amazon bald Bitcoin?

Einem Insider zufolge arbeitet Amazon offenbar an der Implementierung von Kryptowährungen in sein Zahlungs-Portfolio. Wie Squawker schreibt, hat der Unternehmer James Altucher in einem Newsletter berichtet, dass Amazon bald Bitcoin als Zahlungsmethode akzeptieren soll und dies am 26. Oktober öffentlich machen wolle. Die Aussage ist zwar mit Vorsicht zu genießen, erscheint aber zumindest nicht ausgeschlossen. Google, Ebay und PayPal akzeptieren Bitcoin bereits und Amazon hat bereits 2016 eine Kooperation mit der Digital Currency Group gestartet, um das Thema Blockchain und Kryptowährungen anzugehen. Es ist also zumindest sehr wahrscheinlich, dass Amazon an dieser Stelle bald nachzieht.

Seekabel von Microsoft und Facebook verlegt

Microsoft und Facebook haben im Rahmen eines Joint Ventures und in Zusammenarbeit mit dem spanischen Telekommunikationsunternehmen Telxius ein Seekabel mit einer Kapazität von 160 Terabit pro Sekunde verlegt. Das Kabel zwischen Virginia und Spanien soll laut Golem etwa 6.400 Kilometer lang sein und 71 Millionen HD-Streams gleichzeitig abwickeln können. Vor allem dem Ausbau von Cloud-Diensten soll das Marea genannte Projekt zu Gute kommen. Das Kabel wurde in einer durchschnittlichen Tiefe von 3.300 Metern verlegt. Auslöser für die Planungen des Kabels war der Hurrikan Sandy im Jahr 2012, der für überschwemmte Rechenzentren und Stromausfälle sorgte.

Instagram-Video entlarvt Mordverdächtigen

Wie man Instagram nicht nutzt: In den USA haben die Behörden einen Kriminellen gefasst, weil dieser sich mit einem Instagram-Video offenbar selbst entlarvt hat. Der Mann, der wegen Mordes gesucht wurde, hatte in einem Video sein Waffenarsenal präsentiert, so Futurezone. Anhand des Posts konnten die Behörden seinen Aufenthaltsort bestimmen und ihn festnehmen. Der Mann stand auf der Liste der meistgesuchten Verbrecher in den USA. Wie die Polizei an die Daten gekommen ist, ob etwa Instagram sie preisgegeben hat, ist nicht bekannt.

Itchy Nose: Nasensteuerung fürs Smartphone

Aus der Kategorie „Die Zielgruppe muss erst noch gefunden werden“ kommt Itchy Nose. Forscher haben eine Methode entwickelt, um das Smartphone mit der Nase zu steuern. Wichtig sind dabei die folgenden fünf Gesten: Rubbeln unter der Nase, Anschnippen der Nase von links und von rechts und Drücken der Nase, ebenfalls jeweils von links und rechts. Laut Golem erreichen die Forscher mittlerweile eine Genauigkeit von 90 Prozent. Eigentlich soll das Feature die unauffällige Steuerung ermöglichen. Es sind allerdings Zweifel angebracht, ob Nasensteuerung wirklich unauffällig ist.

Über den Autor

Christoph Pech
Christoph Pech Experte für: Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

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