Digital Tech Newsflash: AIM-Messenger wird abgeschaltet | Windows 10 macht Windows 7 unsicherer | Russland: NSA-Dokumente dank Kaspersky-Software? | Roland Emmerich macht VR | Riesenroboter-Duell in der Realität

Veröffentlicht: 09.10.2017 | Geschrieben von: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 06.05.2021

Im Digital Tech Newsflash nehmen wir unter anderem Abschied von AIM, schauen auf Roland Emmerichs VR-StartUp und blicken auf das Duell zweier echter, riesiger Kampfroboter.

AIM Twitter-Screenshot

© Twitter - Screenshot

Nach 20 Jahren: AIM wird abgeschaltet

Er war eine der Ikonen des frühen Internets und bestimmte zusammen mit dem Konkurrenten ICQ über Jahre die Kommunikation im Internet. Doch in den vergangenen Jahren sorgten WhatsApp und der Facebook Messenger für den Abstieg der großen Pioniere. Nun hat Oath, der Konzern, zu dem AOL etwas angekündigt, was den Älteren unter uns eine kleine Träne der Wehmut in die Augen treiben könnte: AIM, der AOL Instant Messenger, wird nach 20 Jahren abgeschaltet. Das meldet The Verge. Am 15. Dezember ist Schluss und Oath hat versprochen, gebührend Abschied zu nehmen. AIM war für viele Internetnutzer, neben ICQ, der Einstieg in die Online-Kommunikation und wird allein wegen der charakteristischen Sounds im Gedächtnis vieler Nutzer bleiben. Es bleibt nur noch zu sagen: Danke AOL! Bleibt die Frage: Droht ICQ bald das gleiche Schicksal?

Windows 7: Unsicherer durch Windows 10?

Sicherheitsexperten bei Google sind der Meinung, dass Windows indirekt dafür verantwortlich, dass das noch immer weit verbreitete Windows 7 anfälliger für Sicherheitslücken sein könnte. Grund: Windows 10 erhält regelmäßig Updates, die Sicherheitslücken schließen, das Vorgängersystem wiederum erhält diese Updates oft verspätet oder gleich gar nicht, so Gamestar. Beide Systeme verwenden in vielen Bereichen einen ähnlichen Programmcode. Für Angreifer seien neue Updates für Windows daher Hinweise, wo es bei Windows 7 möglicherweise Sicherheitslücken geben könnte. Die Google-Sicherheitsexperten hätten bereits drei derartige Lücken bei Windows 7 gefunden. Windows 7-Nutzer könnten angesichts noch immer regelmäßiger Updates laut eines Google-Experten ein falsches Gefühl der Sicherheit bekommen.

Russland: NSA-Dokumente dank Kaspersky-Software?

Haben russische Hacker im Auftrag der Regierung 2015 streng geheime Dokumente der NSA mithilfe einer Kaspersky-Software an sich gebracht? Das berichtet laut Heise Online das Wall Street Journal und beruft sich dabei auf mehrere anonyme Quellen. Ein Mitarbeiter eines NSA-Dienstleisters soll die Dokumente mit nach Hause genommen und auf seinem Privat-PC geöffnet haben. Die darauf installierte Antiviren-Software von Kaspersky soll die Daten daraufhin erkannt und gemeldet haben. Beweise liefert das Wall Street Journal, weshalb sich Kaspersky von den Anschuldigungen distanzierte. Bei den Dokumenten soll es sich um Informationen darüber handeln, wie die NSA in fremde Computernetze eindringt. Eine Mitwisserschaft werde Kaspersky nicht vorgeworfen, allerdings ist der russische Anbieter schon seit längerem im Visier der US-Regierung.

Roland Emmerich will jetzt VR machen

Hollywood-Regisseur Roland Emmerich – der deutsche König des bombastischen Weltuntergangs-Blockbusters (Independence Day, Day After Tomorrow, 2012) – hat offenbar großes Interesse an Virtual Reality. Er hat das StartUp VRenetic mitgegründet und will Virtual Reality für die Masse preisgünstiger machen, so CNet. Das erste Produkt von VRenetic ist VResh, eine Streaming-Plattform, auf der VR-Inhalte in 4K-Qualität angeboten werden sollen. Die entsprechende Hardware zum Filmen und Streamen entwickelt das StartUp selbst. Die VResh-App komprimiert 360-Grad-Inhalte so, dass man auch unterwegs ruckelfrei 4K-Material streamen kann. Eine minimalistische Smartphone-Halterung, die allerdings recht gewöhnungsbedürftig anmutet, soll ähnlich wie Google Cardboard den Zugang zu VR-Inhalten ermöglichen, schreibt Vrodo. Wie das aussehen soll, kann man im, natürlich von Emmerich selbst produzierten, Werbeclip nachvollziehen:

Megabots: Kampf der Robotergiganten

Fans von Transformers oder Pacific Rim kennen sich mit überdimensionierten Kampfrobotern aus. Was eigentlich Science-Fiction ist, ist nun aber Realität geworden. Zwei Teams aus den USA und Japan haben echte riesige Kampfroboter gebaut und diese gegeneinander kämpfen lassen – „an geheimer Stelle zu geheimer Zeit“, wie Golem schreibt. Gegenüber standen sich dabei der US-amerikanische Roboterbauer Megabots und das japanische Unternehmen Suidobashi. Die Roboter wurden jeweils von Piloten im Chassis gesteuert. Wie der Kampf ausgegangen ist, ist bislang nicht bekannt. Live wurde er nicht übertragen, in den kommenden Tagen soll aber eine Aufzeichnung veröffentlicht werden. Zu Schaden ist wohl niemand gekommen. Die Kampfansage des US-Teams an die Japaner gibt es immerhin im Video:

Über den Autor

Christoph Pech
Christoph Pech Experte für: Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

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