Adobe: Neuerungen in Creative Cloud – Kreativität wird einfacher

Veröffentlicht: 20.10.2017 | Geschrieben von: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 20.10.2017

Auf der Hausmesse MAX hat Adobe die 2018er Generation der Creative Cloud vorgestellt. Die soll mit einfacherer Bedienung vor allem Neulinge ins Boot holen und Profis das Mikromanagement abnehmen.

Adobe MAX

© Adobe

Die alljährliche Adobe-Hausmesse und Kreativkonferenz MAX hat mit 12.000 Besuchern einen neuen Rekord aufgestellt und ist damit, laut Adobe, die größte Kreativkonferenz der Welt. Die enorme Nachfrage gründe sich auf den immer höheren Bedarf der Marken an kreativen Inhalten. Kreativer Content sei der Motor, der Kampagnen antreibe, so Adobe. Heutzutage gibt es schlicht immer mehr Menschen, die kreativ arbeiten (wollen) und dem will Adobe mit der 2018er Version seiner Creative Cloud Rechnung tragen. Denn bei den meisten Neuerungen geht es ums Unterstützen, um das Vereinfachen und um das Auslagern lästiger Fleißarbeit.

Adobe Sensei: KI in der Cloud

Der Kern der neuen Cloud-Version ist Adobes Technologie für künstliche Intelligenz und Machine Learning, Adobe Sensei. Der Nutzer soll davon allerdings maximal indirekt etwas mitbekommen, denn Sensei soll vor allem im Hintergrund Aufgaben übernehmen, die Arbeit erleichtern, etwa die Suche nach Bildmaterial unterstützen, analysiert T3n. In der neuen Version von Lightroom CC etwa kann Sensei Bilder analysieren und taggen. Lightroom CC wurde für 2018 runderneuert und wird zur Foto-Plattform. Die neue Version zeigt die Bilder nun sehr viel größer an, während Bedienelemente in den Hintergrund treten und nur dann erscheinen, wenn sie gebraucht werden. Interaktive Tutorials sollen eine intuitivere Bedienung und das Lernen direkt im Programm ermöglichen.

Kurven-Pen in Photoshop

Photoshop hat ebenfalls Optimierungen spendiert bekommen. So kann Photoshop nun etwa direkt auf Lightroom-Fotos zugreifen: Im Startbildschirm lässt sich direkt „LR-Fotos“ auswählen und die aktuelle Foto-Sammlung wird aus der Cloud geladen. Ein neues Kurven-Pen-Wergzeug glättet Kurven beim Zeichnen und ein Workflow zur Erstellung von 360-Grad-Panoramen wurde hinzugefügt.

Vorlagen in Adobe Spark

Besonders spannend für Marken und Unternehmen mit Social-Media-Strategie: Adobe Spark – mit dem Dienst lassen sich Fotos zu Grafiken oder Animationen verarbeiten und auf Social Media teilen – bekommt neue Premium-Features. So gibt es nun Vorlagen für Marken, die individuell angepasst, gespeichert und für Social-Media-Posts wiederverwendet werden können. Mit Branded Surfaces können Benutzer ihr Logo und personalisierte Call-to-Actions platzieren.

3D-Bearbeitung: Dimensions mit Sensei

Der Neuzugang in der Creative Cloud ist Adobe Dimensions. Das 3D-Programm soll die Arbeit mit 3D-Objekten einfacher als je zuvor machen. An dieser Stelle spielt wiederum Sensei eine tragende Rolle. Damit ein 3D-Objekt optimal in ein Bild passt, erkennt Sensei etwa Kanten im Model und stellt diese umrandet dar. Anhand des Fotos berechnet die KI zudem die optimale Beleuchtung des 3D-Objekts.

Die Updates zur Creative Cloud sind ab sofort verfügbar, allerdings hat Adobe auch den Preis moderat angehoben. So kostet die Cloud in den USA für Einzelpersonen jährlich nun 53 Dollar statt wie bisher 50 Dollar.

Über den Autor

Christoph Pech
Christoph Pech Experte für: Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

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