Digital Tech Newsflash: EU pusht G5-Ausbau | Tesla baut in China | Googles Herz für Publisher | Beliebtester Streaming-Dienst: Youtube? | App Nude verbirgt Nacktfotos

Veröffentlicht: 23.10.2017 | Geschrieben von: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 23.10.2017

Im Digital Tech Newsflash will die EU endlich in die Zukunft, während Tesla in China baut, Google Publisher unterstützt, eine Studie zu Streaming-Diensten Fragen aufwirft und Nacktbilder nun wirksam versteckt werden können.

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EU-Kommission: G5-Ausbau im Fokus

Wenn es um die sogenannten Zukunftstechnologien geht, ist nicht nur Deutschland, sondern Europa insgesamt nicht direkt die Speerspitze der Welt. Das hat man mittlerweile auch in der EU verstanden. Nach dem aktuellen EU-Gipfel erwartet EU-Vizekommissionspräsident Andrus Ansip an diese Stelle mehr Tempo, berichtet T3n. Es gebe nun Handlungsdruck, die Staats- und Regierungschefs haben Unterstützung signalisiert. Prominenteste Beispiele für dringende Projekte waren der Ausbau des Mobilfunkstandards G5 und wirksame Maßnahmen gegen Protektionismus im Online-Handel. Einer Studie zufolge werde jeder dritte Verbraucher daran gehindert, im europäischen Ausland einzukaufen. „Das ist kein digitaler Binnenmarkt“, so Ansip.

Bei der Einführung des neuen Mobilfunkstandards G5 müssten nun Fehler der Vergangenheit vermieden werden. Da es bei der LTE-Frequenzvergabe damals nur um den maximalen Gewinn, nicht aber um die maximale Abdeckung ging, hinke die EU heute den USA, Japan oder Südkorea so weit hinterher. Finnland und Schweden hätten gezeigt, wie es richtig geht. „Wir brauchen in diesem Bereich irgendeine Art von Mindeststandard“, sagte Ansip. Für die G5-Ausbauziele werden Schätzungen zufolge 500 Milliarden Euro gebraucht. Am Dienstag soll bei einem Ministertreffen in Luxemburg eine gemeinsame Linie diskutiert werden.

Tesla geht nach China

Elon Musk will den aktuell größten Markt für Autos anzapfen: China. Tesla will eine Fabrik in der Freihandelszone Shanghais bauen, meldet Engadget mit Verweis auf das Wall Street Journal. Tesla soll dabei Eigentümer der Produktionsstätte sein – ungewöhnlich in China. Eine Partnerschaft mit einem einheimischen Unternehmen ist offenbar nicht notwendig. Tesla hätte damit ein Alleinstellungsmerkmal in China. Tesla will in Asien konkurrenzfähig bleiben, die Produktion aber nicht komplett auslagern. Der Großteil wird in den USA bleiben. In China ist das Elektro-Auto-Unternehmen durchaus willkommen, die chinesische Regierung hält Autos mit Verbrennungsmotor nicht für zukunftsfähig.

Google unterstützt Publisher

Google will künftig offenbar Nachrichten-Publisher am Umsatz beteiligen. Mit Hilfe von maschinellem Lernen auf Basis der Google-Algorithmen sollen Nutzerdaten fürs Targeting genutzt werden. Wer so neue Abonnenten gewinnt, muss aber für den Klick und für den Abo-Abschluss zahlen, so Internet World. Sollte das System allerdings wirken, dürften die Publisher das in Kauf nehmen. Bereits vor einigen Wochen schaffte Google das Frist-click-free-System ab, das Verlage dazu zwang, mindestens drei Artikel täglich kostenlos anzeigen zu lassen.

Beliebteste Streaming-Dienste: Youtube vor Amazon und Netflix

Laut einer aktuellen Studie von Techbook ist Youtube mit 48 Prozent der beleibteste Video-Streaming-Dienst, vor Amazon Video (23 Prozent) und Netflix (20 Prozent). Sky kommt mit 13 Prozent auf den vierten Platz. Das mag auf den ersten Blick überraschen, wirft aber Fragen auf. Dass Youtube in diesem Vergleich gewinnt, ist nur logisch, denn der Videodienst ist im Gegensatz zur Konkurrenz kostenlos. Der Vergleich hinkt, denn natürlich wird ein kostenfreies Angebot – vor allem wenn es so etabliert ist wie Youtube – häufiger genutzt als kostenpflichtige Angebote. Die Filme und Serien, die exklusiv und vollständig auf Youtube laufen, sind kaum der Rede wert, das Portal hat eine ganz andere Ausrichtung. Kostenfreie Artikel werden auf News-Portalen auch häufiger gelesen als solche, die hinter einer Paywall stecken. Nichtsdestotrotz bietet die Studie auch interessante demographische Eckdaten zu Alter, Geschlecht oder Wohnort der Nutzer.

iOS-App Nude versteckt Nacktbilder

Eigene Nacktbilder will man lieber umschiffen, wenn man Freunden ein paar Fotos zeigt. Die App Nude soll nun genau das ermöglichen. Mit Nude lassen sich Nacktbilder automatisch aus dem Fotoordner löschen, inklusive Backups in der iCloud, um Nacktaufnahmen nur lokal in einem passwortgeschützten Ordner der App abzulegen, meldet Futurezone mit Verweis auf TheVerge. Die Bildanalyse erfolgt dabei mittels künstlicher Intelligenz. Interessant: „Wer versucht, sich Zugang zum Nude-Ordner zu verschaffen und dabei einen falschen PIN-Code eingibt, wird von der App per iPhone-Frontkamera fotografiert, um ungewünschte Zutrittsversuche zu dokumentieren“, so Futurezone. Noch interessanter: Der Algorithmus wurde mit 30 Millionen Pornhub-Fotos trainiert. Nude kosten 0,99 Dollar im Monat, eine Android-App ist in Entwicklung.

 

Über den Autor

Christoph Pech
Christoph Pech Experte für: Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

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