Digital Tech Newsflash: Apple und Facebook in Paradise Papers | Kartellamt beschleunigt Facebook-Verfahren | Galileo sendet mit AR | Kuriositäten bei Tesla | Samsung-Werbespot mit Apple-Spott

Veröffentlicht: 06.11.2017 | Geschrieben von: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 06.11.2017

Auch im Digital Tech Newsflash stehen die Paradise Papers heute an erster Stelle: Außerdem gibt es Neuigkeiten von Facebook, der ProSieben-Show Galileo, Tesla und Samsung.

Bermudas

© PixieMe / Shutterstock.com

Paradise Papers: Apple und Facebook stehen auf der Liste

Nach den Panama Papers sorgen nun die Paradise Papers für Schlagzeilen. Insgesamt haben weltweit 400 Reporter die Inhalte der Dokumente ausgewertet, darunter auch Journalisten der Süddeutschen Zeitung, die die Inhalte am Wochenende veröffentlichte. Im Fokus stehen die auf den Bermudas ansässige Anwaltskanzlei Appleby und eine Firma in Singapur – und viele, weltweit agierende Konzerne, darunter auch Apple, Facebook und Twitter. Die Enthüllungen sind brisant: Apple etwa „verlangte laut bislang geheimen E-Mails, einen Geschäftssitz in einem Land zu finden, an dem offiziell garantiert keine Steuern anfallen“, so die Süddeutsche. Das Unternehmen betone zwar, sich an Recht und Gesetz zu halten, ethisch und moralisch ist das Vorgehen aber mindestens fragwürdig.

Noch pikanter sind die Anschuldigungen gegen Facebook und Twitter. Für den Einstieg in beide Unternehmen soll der russische Investor Juri Milner Hunderte Millionen Dollar aus dem Kreml bekommen haben, das Facebook-Investment wurde etwa von Gazprom mitfinanziert, Twitter von der Staatsbank VTB. Beide Investoren beteuern zwar, dass die Investitionen nicht politisch motiviert seien, angesichts der aktuellen Diskussion um die Beeinflussung der US-Politik durch Russland via Social Media, erhalten sie aber ganz aktuelle Brisanz.

Kartellamt verspricht schnelles Ende im Facebook-Verfahren

Das Bundeskartellamt will das Verfahren gegen Facebook schnellstmöglich abschließen. Schon seit Frühling 2016 prüft die Behörde, ob Facebook seine marktbeherrschende Position missbraucht hat. „Wir möchten noch in diesem Jahr erste Ergebnisse vorlegen“, zitiert die Internetworld Kartellamts-Chef Andreas Mundt aus der Börsen-Zeitung. Mit einem unmittelbaren Bußgeld müsse das soziale Netzwerk wohl erst mal nicht rechnen, denn es gehe nicht um eine Ordnungswidrigkeit, sondern um ein Verwaltungsverfahren. Mundt: „Sollte es so sein, dass Facebook durch bestimmte Praktiken eine marktbeherrschende Stellung missbraucht, dann werden wir diese Praktiken untersagen.“ Zunächst könnte von Facebook einfach eine Umformulierung der Datenrichtlinien verlangt werden.

Augmented Reality bei Galileo

Die ProSieben-Wissenssendung Galileo setzt bis zum 11. November voll auf Augmented Reality. In dieser Woche wird jede Ausgabe zwei AR-Beiträge haben. Dafür hat man in Zusammenarbeit mit Eyecandylab eine entsprechende App entwickelt, die automatisch den passenden Beitrag erkennt und entsprechende Inhalte lädt, die Frame-genau abgespielt werden, so Golem. Dabei handelt es sich um Elemente wie eine Landkarte oder Buttons. Im Kern geht es um die Vermittlung von Zusatzinformationen. Golem hat das Konzept mit einer Testsendung von Galileo ausprobiert und hält das System für durchdacht. In jedem Falle lässt sich AR in dieser Form unkompliziert einem breiteren Publikum vorstellen.

Tesla: Chill-Modus und selbstbauende Händler

Elektro-Autobauer Tesla hat seine Modelle S und X per Update mit dem sogenannten „Chill“-Modus ausgestattet. Dieser reduziert die Beschleunigung der Fahrzeuge. Dies sei laut Tesla „ideal für gemütliches Fahren und ein angenehmeres Erlebnis für Fahrgäste“, so Futurezone. Der neue Modus soll ein Gegengewicht zu den eher umgekehrt funktionierenden Modi „Insane“ und „Ludicrous“ bieten.

Kurios auch eine weitere Tesla-Meldung, die Golem aufgegriffen hat: Aufgrund der Produktionsschwierigkeiten des Unternehmens will Tesla offenbar unfertige Fahrzeuge an Händler ausliefern, die den finalen Einbau einzelner Teile wie Sitze oder Displays übernehmen. Wie der korrekte Einbau der Teile sichergestellt werden soll, ist allerdings unklar. Die größten Probleme hat Tesla aktuell mit der Fertigung des Model 3.

Werbespot: Samsung stichelt gegen Apple

Der neue Werbespot für das Galaxy Note 8 von Samsung knöpft sich ohne große Umschweife den Konkurrenten Apple vor. Ein Mann kauft darin regelmäßig iPhones und trifft damit regelmäßig auf Probleme. Erst als er sich mit dem Galaxy Note 8 vom Apple-Smartphone löst, hat der Frust ein Ende. Wie Apple den Spot findet, ist nicht überliefert, eine Retourkutsche ist aber mindestens wahrscheinlich.

Über den Autor

Christoph Pech
Christoph Pech Experte für: Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

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