Digital Tech Newsflash: iPhone X und Pixel 2 XL machen Probleme | Face ID mit Maske gehackt | Youtube blockt nach Jahren bekannten Terror-Propagandisten | Zu erfolgreich: Nintendo erhöht Switch-Produktion

Veröffentlicht: 13.11.2017 | Geschrieben von: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 13.11.2017

Im Digital Tech Newsflash werfen Probleme mit den Hightech-Smartphones von Apple und Google Fragen auf, außerdem geht Youtube einen längst überfälligen Schritt und Nintendo kommt mit dem Erfolg nicht klar.

iPhone X

© quangmooo / Shutterstock.com

Apple und Google: High-End-Smartphones machen Probleme

Für das iPhone X und für das Pixel 2 XL lassen sich Apple und Google fürstlich entlohnen. Da würde man erwarten, dass man auch ausgefeilte Technik in den Händen hält, doch offenbar hat die teure Technik so ihre Tücken. Eher unpassend für die kalte Jahreszeit haben sich nun Berichte gehäuft, dass das iPhone bei kälteren Außentemperaturen den Dienst verweigert. Nutzer beklagten etwa, dass es keine zwei Sekunden dauere und das Edel-Smartphone friere beim Wechsel von warmer Innen- auf kalte Außentemperatur passenderweise direkt ein. Apple ist sich des Problems bewusst und will es in einem künftigen Update beheben, so Mashable. Bis dahin helfe laut Apple nur, einige Sekunden zu warten, dann hätte sich das Smartphone wohl an den Temperaturwechsel gewöhnt.

Das Google Pixel 2 XL, mit mindestens 939 Euro ebenfalls eher kein Schnäppchen, sorgt ebenfalls für graue Haare bei seinen Nutzern, und zwar mit seinem Display. Beim Pixel reagiert in vielen Fällen der Randbereich des Displays nicht auf Eingaben, melden Nutzer laut Golem. Grund ist offenbar die fehlerhafte Einstellung des Touchscreen-Bereichs durch Google, die eigentlich ungewollte Eingaben verhindern solle. Auch Google hat ein Update angekündigt, um nachzujustieren. Auch von Displayblitzen beim Pixel 2 XL wurde schon berichtet. Es ist zwar löblich, dass Apple und Google auf die Probleme reagieren, doch dass derart teure Geräte überhaupt solche Probleme haben, ist für Kunden mehr als ärgerlich.

iPhone X: Face ID mit Maske umgangen?

Face ID ist eines der Key-Features des iPhone X und sollte eigentlich unhackbar sein. Doch offenbar ist auch die Gesichtserkennung von Apple keine 100-Prozent-Lösung. IT-Sicherheitsforschern aus Vietnam ist es offenbar gelungen, Face ID mithilfe einer Maske auszutricksen, meldet Heise. Nötig waren dafür ein weißer Rahmen aus einem 3D-Drucker, eine Nase aus Silikon und aufgeklebte Bilder von Augen und Mundpartie. Die Kosten für die durchaus beängstigend wirkende Maske sollen bei etwa 150 US-Dollar liegen. Den Beweis ihres Hacks geben die Forscher in einem Youtube-Video:

Youtube blockt bekannten Terror-Propagandisten

Der jihadistische Prediger Anwar al-Awlaki ist mit über 70.000 Youtube-Videos einer der führenden englisch-sprachigen Rekrutierer für Terroristen und konnte seine Propaganda bislang weitgehend unbehelligt auf dem Video-Portal verbreiten – und das, obwohl er seit bereits sechs Jahren tot ist. Doch nun sind etwa drei Viertel der Videos nicht mehr auffindbar, wie die New York Times berichtet. Dank einer speziellen Technologie kann Youtube seine Videos nun automatisch markieren und die meisten Videos sollen nun geblockt werden, bevor sie jemand zu Gesicht bekommt. Youtube reagierte allerdings reichlich spät, es brauchte erst den Druck von Regierungen und Antiterror-Experten, bevor das Portal aktiv wurde.

Nintendo Switch: Die Produktion wird erhöht

Die Switch ist für Nintendo ein Glücksfall. Nachdem der Vorgänger Wii U weit hinter den Erwartungen zurückblieb, erwiesen sich nicht nur die Retro-Minikonsolen von NES und SNES als Kassenschlager, sondern auch die Switch, die dank Super Mario Odyssey vor Weihnachten noch einmal zusätzlichen Aufwind bekommen hat. Bis zum 30. September verkaufte der Konzern 7,63 Millionen Geräte, bis März 2018 sollen es schon 17 Millionen sein. Daher sollen ab April des kommenden Jahres 25 bis 30 Millionen weitere Konsolen produziert werden, so GamePro. Analysten glauben gar, dass Nintendo bis 2023 115 Millionen Exemplare verkaufen und damit die Wii als Spitzenreiter ablösen könnte. Als einen Grund für den immensen Erfolg sieht man bei Nintendo selbst übrigens das Scheitern der Wii U.

 

Über den Autor

Christoph Pech
Christoph Pech Experte für: Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

Sie haben Fragen oder Anregungen?

Kontaktieren Sie Christoph Pech

Schreiben Sie einen Kommentar

Newsletter
Abonnieren
Bleibe stets informiert mit unserem Newsletter.

Meistgelesene Artikel