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Künstliche Intelligenz: Otto.de will mit Bildanalysen Produktempfehlungen verbessern

Veröffentlicht: 01.02.2018 | Geschrieben von: Christian Laude | Letzte Aktualisierung: 01.02.2018

Otto.de hat bei den AI Masters in Berlin ausführlich erläutert, inwiefern der Online-Händler in Zukunft künstliche Intelligenz einsetzen wird. So sollen spezielle Bildanalysen unter anderem dafür sorgen, dass bessere Produktempfehlungen erscheinen und verbotene Aufnahmen gar nicht erst hochgeladen werden können.

Visualisierung von künstlicher Intelligenz

© Jirsak - Shutterstock.com

Künstliche Intelligenz, wohin das Auge blickt. Auch wenn die moderne Technologie in der heutigen Zeit natürlich stets in irgendeiner Form präsent ist, lassen sich diesbezüglich aktuell noch mehr Meldungen ausmachen, in denen oftmals von den ganz Großen der Branche die Rede ist, die mithilfe des Einsatzes von KI bestimmte Forschungen vorantreiben wollen. Dazu gehört nicht zuletzt auch Google: Experten des Suchmaschinenbetreibers haben sogar vor Kurzem eine Forschungsarbeit vorgelegt, die den Tod von Patienten besser als herkömmliche Methoden voraussagen können soll.

Künstliche Intelligenz übernimmt Arbeit von Studenten

Auch Otto.de hat sich jüngst bei den diesjährigen AI Masters in Berlin umfangreich zu den Bestrebungen in Sachen künstliche Intelligenz geäußert. Lead Digital zufolge konzentriert sich der Online-Händler diesbezüglich unter anderem auf den Bereich Produktempfehlung: Wenn ein Kunde ein bestimmtes Produkt sucht, sollen automatisiert Vorschläge aus der Kategorie erscheinen. Ein bekanntes Phänomen, das mithilfe von künstlicher Intelligenz noch einmal einen entscheidenden Schritt vorangetrieben werden könnte – schließlich steigt die Wahrscheinlichkeit eines (weiteren) Kaufabschlusses bei einem exakteren Vorschlag.

Doch um dies überhaupt gewährleisten zu können, ist zunächst jede Menge Arbeit notwendig. Der sogenannte Data-Science-Bereich schreibt etwa in die Metadaten eines Bildes jegliche Informationen, die zur Identifikation beitragen. Dabei muss der dahinter liegende Algorithmus stetig weiterentwickelt werden. Lead Digital schreibt: „Man muss rund 1.000 Bildern [sic] für ein Modell analysieren, um zu einem validen Ergebnis zu gelangen.“ Was früher Studenten übernommen haben, liegt eben nun in der Hand von künstlicher Intelligenz.

KI blockiert automatisch verbotene Bilder

Ein weiterer Vorteil der Bildanalyse im Bereich Fashion: Es können weitaus mehr personalisierte Looks und Styles vorgeschlagen werden, als dies bisher der Fall war. Auch das Abfotografieren von Plakaten sei denkbar, um sich die gewünschten Kleidungsstücke direkt auf Otto.de anzeigen zu lassen. Außerdem werden durch die Bildanalyse pornografische oder andere verbotene Bilder automatisch geblockt, bevor sie überhaupt auf der Seite erscheinen, sobald das System gewisse Muster wiedererkennt.

Otto.de wird also seine Forschungen bezüglich des Einsatzes von künstlicher Intelligenz intensivieren, denn gerade bei der Bildanalyse sind die Vorteile zahlreich und verlockend. Doch auch andere moderne Technologien und Forschungszweige sind für den Online-Händler von großer Relevanz. Dazu zählen wiederum Augmented sowie Virtual Reality: Während der Wohn- und Einrichtungsmesse IMM in Köln hat Otto.de drei neue Tools vorgestellt, die das Shopping-Erlebnis verbessern sollen. Einer davon ist der sogenannte Home Styler, den wir uns bereits näher angesehen haben.

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