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Digital Tech Newsflash: So lief der Bundes-Hack ab | Netflix: Obamas produzieren Serien | Microsoft kauft KI-Kompetenz | Explodierende Akkus in Mülldeponien | E-Sport-Rekord: 100 Mio. Dollar Preisgelder in Fortnite

Veröffentlicht: 22.05.2018 | Autor: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 22.05.2018

Es ist nun offenbar klar, wie Hacker versuchten, in das Regierungsnetzwerk einzudringen. Außerdem haben wir im Digital Tech Newsflash die Obamas und Netflix, Microsoft und Cortana, Akkus auf dem Müll und Rekord-Preisgelder im E-Sport.

Bundestag
© Jimmy R / Shutterstock.com

Schwachstelle im Bundes-Hack gefunden

Der im Netz „Bundes-Hack“ getaufte Angriff auf das deutsche Regierungsnetzwerk ist nun offenbar aufgeklärt. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung haben Experten der deutschen Sicherheitsbehörden herausgefunden, wie das Virus einer mutmaßlich russischen Hackergruppe in das Netzwerk eindringen konnte. Der „Schuldige“ war wohl unfreiwillig ein Mitarbeiter des Auswärtigen Amtes. Die Hacker der Gruppe „Snake“ griffen das Intranet der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung und der Bundesakademie für öffentliche Verwaltung an. Die Hacker legten wohl ein E-Mail-Konto unter dem Namen der Lebensgefährtin des Außenamts-Mitarbeiters an und warteten so lange, bis von ihr eine Mail kam. Dann „weckten“ sie den Virus. Vorher hatten sie den betreffenden Mitarbeiter wahrscheinlich ausspioniert. Der Virus war so gut versteckt, dass er nicht auffiel. Es ist auch nicht auszuschließen, dass noch weitere Viren „schlafen“, bis sie aktiviert werden.

Obamas produzieren für Netflix

Ex-US-Präsident Barack Obama und seine Ehefrau Michelle werden in den kommenden Jahren Filme und Serien für Netflix produzieren. Das Spektrum soll, wie Netflix ankündigt, von fiktiven Serien über Dokumentationen bis zu Spielfilmen breit gefächert sein. Es sei eine der „einfachsten Freuden“ gewesen, so viele faszinierende Menschen aus allen Gesellschaftsschichten kennenzulernen, so Obama. Die Geschichten dieser Menschen wolle man mit einer breiten Öffentlichkeit teilen, darum sei der Deal mit Netflix so aufregend. Viel Konkretes gibt es bislang aber noch nicht zu berichten. Weder das erste Projekt noch ein Zeitraum für eine erste Obama-Veröffentlichung bei Netflix sind bislang bekannt.

KI-Offensive: Microsoft kauft Symantic Machines

Microsoft hat den KI-Spezialisten Symantic Machines übernommen, um seine digitale Assistentin Cortana, um die es lange still war, auf Vordermann zu bringen. Semantic Machines habe einen neuartigen Ansatz für Dialoge mit Künstlicher Intelligenz entwickelt, so Golem. Microsoft will mit der Übernahme neue Möglichkeiten für die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine entwickeln. Das soll nicht nur Cortana, sondern auch dem sozialen Chatbot Xiaoice zugute kommen. Interaktionen sollen künftig natürlicher wirken, ähnlich wie es Google zuletzt für den Assistant angekündigt hat.

Explodierende Akkus in Mülldeponien

Wohlig erinnern wir uns an den Herbst 2016, als das Galaxy Note 7 dank seiner explosionsfreudigen Akkus für einen kleinen Internet-Hype sorgte. Offenbar befinden sie sich in guter Gesellschaft: Aktuell sorgen wieder explodierende Akkus für große Probleme, weil sie, zumindest in den USA von vielen achtlos in den Hausmüll geworfen werden und auf Mülldeponien landen. Lithium-Ionen-Akkus sollen demnach für 65 Prozent aller Brände in Müllverwertungsanlagen verantwortlich sein, wie Gamestar mit Verweis auf USA Today schreibt. So sorgte im März ein Akku in einer Recycling-Anstalt in Queens, New York für einen Brand, der zwei Tage lang anhielt. Für die Müllabfuhr können Feuer fangende Akkus beim Transport lebensgefährlich werden. Darum: Batterien und Akkus immer schön fachgerecht abgeben. In Deutschland muss zum Beispiel jeder Händler, der Batterien verkauft, diese auch zurücknehmen.

E-Sport: Fortnite wird Preisgeld-Rekordhalter

Spiele-Entwickler Epic Games hat angekündigt, innerhalb eines Jahres in offiziellen Turnieren des Online-Shooters Fortnite: Battle Royale insgesamt 100 Millionen US-Dollar an Preisgeldern auszuschütten. Es ist das größte Gesamtpreisgeld in der Geschichte des E-Sports. „Wir wollen Wettbewerbe im großen Stil unterstützen“, schreibt Epic Games in der kurzen Ankündigung. Dabei sollen nicht nur Profi-Spieler im Fokus stehen. Genaue Details sollen folgen. Vergleicht man die Summe mit anderen E-Sport-Schwergewichten, wird deutlich, wie immens der Entwickler in den E-Sport investiert. Beim aktuellen Primus Dota 2 haben bislang 2.505 Spieler in 918 Turnieren insgesamt 141,2 Millionen US-Dollar erhalten – allerdings über fast sieben Jahre (seit 2011), wie Gamestar ausführt. Der Vorstoß von Epic Games dürfte dafür sorgen, dass auch die Studios hinter Dota 2, League of Legends und Co. die Preisgelder künftig deutlich anheben.

Über den Autor

Christoph Pech Experte für Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

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