Teilen Teilen Kommentare Drucken

Hackerangriff: Daten von Millionen Hotelgästen im Darknet gelandet

Veröffentlicht: 30.08.2018 | Autor: Theresa Strohbach | Letzte Aktualisierung: 30.08.2018

Nach einem Hackerangriff sind persönliche Daten von 130 Millionen Hotelgästen im chinesischen Darknet zum Verkauf angeboten worden.

Rezeptionistin übergibt Hotelgast eine Chipkarte
© Monkey Business Images_shutterstock.com

Keine Hotelübernachtung ist möglich ohne persönliche Daten von sich preiszugeben. Dabei werden neben Name und Adresse eine ganze Reihe sensibler Daten abgefragt. Das Schadenspotenzial durch einen Missbrauch von Telefonnummern, Email-Adressen bis hin zu Kreditkartennummern ist dabei immens. Jedoch unterschätzen noch immer zahlreiche Hotels die Gefahr eines Datenlecks und sind nicht darauf vorbereitet, wie nun auch ein Fall in China zeigt. Das ist in sofern überraschend, da Überwachung und Kontrolle in China einen hohen Stellenwert haben.

Datenleck in chinesischer Hotelkette entdeckt

Wie nun bekannt geworden ist, sei es einem Hacker gelungen, an ein beträchtliches Datenvolumen von mehreren Millionen Gästen der chinesischen Hotelkette Huazhu Hotels Group Ltd zu gelangen und zum Verkauf freizustellen. Erst durch die Arbeit gleich mehrerer Cyber-Sicherheitsfirmen ist der Vorfall aufgedeckt worden. Die IT-Unternehmen seien demnach auf die Anzeige des Hackers im chinesischen Darknet aufmerksam geworden, wie Futurezone schreibt. Der Preis, der für die Daten verlangt wird, liegt dabei aktuell bei acht Bitcoin. Das mag vielleicht für einige wie ein Schnäppchen klingen, nach aktuellem Umrechnungskurs sind dies jedoch etwa 50.000 Euro.

Hotelmarken wie Ibis und Novotel betroffen

Die Hotelkette Huazhu Hotels Group Ltd gilt als zwölftgrößte Hotelgruppe weltweit und betreibt mehr als 3.000 Hotels in über 350 Städten in China. Wie Bleepingcomputer berichtete, sind unter anderem Hotelmarken wie Grand Mercure, Ibis und Novotel von dem Datenleck betroffen. Zu dem Vorfall hat sich das Unternehmen bisher jedoch nur auf dem chinesischen sozialen Netzwerk Weibo geäußert. Demnach finden aktuell noch Ermittlungen statt, wie der Hackerangriff vonstattenging. Den Cyber-Sicherheitsfirmen zufolge sei der Datenklau aber bereits Anfang des Monats vollzogen worden. Die IT-Firma Zibao hat zudem bereits gegenüber den ansässigen Medien bestätigt, dass die geklauten Daten authentisch sind. Dabei umfasst das gestohlene Datenvolumen nach einem Post des Hackers zufolge etwa 141.5 Gigabyte.

Schreiben Sie einen Kommentar

Newsletter
Abonnieren
Bleibe stets informiert mit unserem Newsletter.