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Verschärfte Werberegeln: Google blockiert bei einer schlechten Anzeige auch alle anderen Anzeigen

Veröffentlicht: 08.11.2018 | Autor: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 08.11.2018 | Gelesen: 1846 mal

Google hat mit der Version 64 seines Chrome-Browsers einen Werbeblocker integriert, der sogenannte „Bad Ads“ filtern soll. Jetzt verschärft das Unternehmen mit der neuesten Version seines Browsers die Werberegeln nochmals erheblich.

Google Chrome-Logo
© slyellow / Shutterstock.com

Mit dem in Chrome integrierten Werbeblocker will Google stärker gegen sogenannte „Bad Ads“ vorgehen – also Werbeanzeigen, die den Nutzer erheblich nerven oder anderweitig gegen die Standards der Coalition for Better Ads verstoßen. Den Werbeblocker hatte Google mit der Version 64 seines Browsers eingeführt. Seitdem werden „schlechte“ Werbeanzeigen gefiltert und geblockt.

Mit der neuen Version 71 des Chrome-Browsers, die im Dezember erscheinen soll, will Google nun aber noch entschiedener gegen nervige Werbeanzeigen vorgehen. Wie die Internet World berichtet, wird der Chrome-Browser künftig sämtliche Banner einer Website blockieren, wenn nur eine einzige Anzeige auf der betreffenden Seite nicht den Regeln entspricht. Damit werden auch Werbeanzeigen, die den Richtlinien der Coalition for Better Ads entsprechen, ausgeblendet. Die betreffende Website hätte damit also bei nur einer schlechten Anzeige mit erheblichen Einbußen bei den Werbeeinnahmen zu rechnen.

Google stellt Website-Betreibern ein Tool zur Verfügung

Mit diesem rabiaten Vorgehen will Google Webseitenbetreiber dazu zwingen, noch stärker darauf zu achten, welche Banner sie auf ihren Seiten anzeigen lassen. Das Unternehmen stellt auf seiner Support-Seite eine umfangreiche Liste zur Verfügung, welche Inhalte als irreführend und damit auch als „Bad Ads“ gewertet werden. Google will damit auch die Sicherheit der Nutzer erhöhen, denn zu diesen irreführenden Inhalten zählen unter anderem auch Phishing-Versuche oder sogenannte „gefälschte Nachrichten“. Damit meint Google Elemente, die wie Chat-Apps, Warnungen, Systemdiagnosen oder andere Benachrichtigungen aussehen.

Seitenbetreiber können das von Google zur Verfügung gestellt Tool „Abusive Experiences Report“ nutzen, um ihre Seite auf Anzeigen zu überprüfen, die als Irreführung eingestuft werden könnten. Google räumt den Seitenbetreibern 30 Tage Zeit ein, entsprechende Elemente zu entfernen. Nach Ablauf dieser Frist blockiert der Chrome-Browser sämtliche Anzeigen auf der Website.

Über den Autor

Michael Pohlgeers Experte für Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört zu er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

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