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Cyberattacken und DSGVO

Unternehmen brauchen mehr Datenschutzexperten

Veröffentlicht: 31.01.2019 | Autor: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 31.01.2019
Datenschutz

Der Schutz von Daten wird für Unternehmen in Zukunft immer wichtiger. Ein Problem sind die möglichen Kosten, die bei Cyberattacken durch Hacker entstehen können. Laut einer Studie von Accenture könnte Cyberkriminalität in den nächsten fünf Jahren weltweit insgesamt einen Schaden von 5,2 Billionen US-Dollar verursachen. Das berichtet das e-commerce-magazin.

Die Studie „Securing the Digital Economy: Reinventing the Internet for Trust“ listet die Branchen auf, die am meisten davon betroffen sein könnten. Ganz oben steht die Hightech-Industrie mit einem möglichen Umsatzverlust von mehr als 753 Milliarden US-Dollar, dahinter folgen die Biowissenschaften und die Automobilindustrie. Den Einzelhandel könnten Hacker und Co. rund 340 Milliarden Dollar kosten. „Beim Thema Cybersecurity hinken die meisten Unternehmen der Raffinesse der Cyberkriminellen hinterher. Das führt zu einem Vertrauensverlust in die digitale Wirtschaft“, erklärt Uwe Kissmann von Accenture Security in Europa.

Unternehmen haben kaum volle Stellen für Datenschutz

Das Thema Datenschutz wird aber auch durch die DSGVO für Unternehmen immer relevanter. Allein in Deutschland wurden seit dem Inkrafttreten der DSGVO im Mai 2018 über 12.000 Datenpannen gemeldet. Unternehmen mussten bereits erste Bußgelder zahlen. Laut einer Umfrage des Branchenverbandes Bitkom ist einer der Gründe dafür ein Mangel an Experten, berichtet t3n. Gerade mal ein Drittel der Unternehmen in Deutschland habe eine Vollzeitstelle für einen Mitarbeiter, der sich nur mit Datenschutz befasst. Vor allem kleinere Unternehmen haben dafür keine Kapazitäten. „Wer qualifiziertes Personal finden konnte, hat dies auch eingestellt“, sagt Susanne Dehmel von Bitkom.

Und in den nächsten Monaten kommen in Sachen Datenschutz noch mehr Aufgaben auf die Unternehmen zu: Unter anderem soll die DSGVO um eine E-Privacy- und E-Evidence-Verordnung ergänzt werden. Diese könnten wegen der anhaltenden Kritik aber auch erst 2020 in Kraft treten. Bitkom bemängelt unter anderem, dass der derzeitige Entwurf Software-Updates gefährde und werbebasierte Geschäftsmodelle im Internet behindere.

Über den Autor

Markus Gärtner Experte für Local Commerce

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.

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Kommentare  

#1 sandra 2019-01-31 08:50
Falscher Ansatz: Weniger Regulierung wäre sinnvoller!
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