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Kommentar

Händler, aktualisiert eure Router!

Veröffentlicht: 27.02.2019 | Autor: Hanna Behn | Letzte Aktualisierung: 27.02.2019
Wireless Router

Die eigenen Online-Shopping-Präferenzen, Film- oder Essensvorlieben, vor allem aber auch sensible Bank- oder Gesundheitsdaten – all diese Inhalte sollten in jedem Fall privat bleiben und entsprechend geschützt sein. Noch wichtiger ist aber der Schutz vor Zugriffen Dritter, wenn auch Geschäfts- oder Kundendaten im Spiel sind, die nun wirklich sicher verwahrt gehören. Gerade mit der Internetverbindung im eigenen Heim oder Büro fühlt man sich ja im Allgemeinen sicherer.

Leider. Diese vermeintliche Sicherheit ist im eigenen Netzwerk nämlich nicht zwingend gegeben, auch wenn sich das vielleicht noch etwas sicherer anfühlt, als das unverschlüsselte WLAN im nächsten Café.

Das Problem mit dem Router...

Des Pudels Kern im eigenen Heim sind meistens die Router. Diese praktischen Geräte sind essenziell, wenn es darum geht, das andere Geräte im Heimnetzwerk miteinander kommunizieren und gleichzeitig eine Anbindung ans Internet haben. Damit greift der Router also auch immer auf alle Geräte im eigenen Haus zu.

 60 Prozent der Router können aber problemlos angegriffen werden, berichtet jüngst golem.de und referiert dazu auf eine aktuelle Studie des Antivirensoftware-Herstellers Avast.

… ist den meisten Internetnutzern nicht bewusst

Aber jetzt mal ehrlich, wer bitte loggt sich überhaupt in das Menü seines Routers ein und aktualisiert da die Firmware? Laut der Studie tut das mehr als jeder Zweite (59 Prozent) aller befragten Internetnutzer nicht. Das Thema wird einfach gerne sehr stiefmütterlich behandelt, obwohl über das wichtige Netzwerkgerät fleißig sensible Daten hin- und herflitzen.

„123456“ reicht nicht

Es kommt regelmäßig vor, dass so ein Router oder ein anderes Gerät im Netzwerk von Haus aus eine Sicherheitslücke mitbringt. Das ist offenbar in etwa einem Drittel der Fälle so. Dann ist meist ein Update der Firmware dringend erforderlich. 

Das größte Problem aber sind einfach miese Passwörter. In 70 Prozent der Fälle! Das verwundert auch nicht, denn wie sich zeigt, sind die beliebtesten Passwörter „123456“, „hallo“ und „ficken“. Das sind für jeden, der an Ihren Daten irgendein Interesse zeigt, so richtig freundliche Einladungen. Mit Zaunpfahl.

Unwissenheit und Faulheit hilft da leider nicht

Man kann es also nicht oft genug sagen: Gute Passwörter sind das A und O. Neben der Tatsache, dass die oben genannten und ähnlich geartete Zahlrenreihen oder Wörter nicht ausreichen, ist es auch wichtig, dass man das voreingestellte Standard-Passwort aktualisiert.

Gerade auch nach den Datenskandalen wie dem Verkauf von Abermillionen Kontodaten, Passwort-Leaks von 2,2 Millarden Accounts oder dem Hacker-Angriff auf Politiker und Promis, sollten wir ja eigentlich alle ordentlich wachgerüttelt sein. Auch, wenns nervt und Zeit kostet: Da hilft nur, sich mit etwas vernünftigem Passwort-Management sowie dem eigenen Router-Menü auseinanderzusetzen.

Über den Autor

Hanna Behn Experte für Usability

Hanna fand Anfang 2019 ins Team der OnlinehändlerNews. Sie war mehrere Jahre journalistisch im Bereich Versicherungen unterwegs, dann entdeckte sie als Redakteurin für Ratgeber- und Produkttexte die E-Commerce-Branche für sich. Als Design-Liebhaberin und Germanistin hat sie nutzerfreundlich gestaltete Online-Shops mit gutem Content besonders gern.

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