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Der frühe Vogel

Hacker konzentrieren sich verstärkt auf Firmen

Veröffentlicht: 27.08.2019 | Autor: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 27.08.2019
Mit Ransomware verschlüsselter Laptop

Firmen werden vermehrt Opfer von Hackerangriffen, vor allem mit sogenannter Ransomware, die Daten auf den Rechnern und Systemen verschlüsselt und Lösegeld fordert. Das hat laut t3n.de zumindest der Sicherheitsreport des Sicherheitssoftware-Anbieters Symantec ergeben: Obwohl die Erpressungsfälle insgesamt weltweit zurückgingen, nahmen die Angriffe auf Firmen um zwölf Prozent zu. Dick O’Brian, Sicherheitsexperte von Symantec, zufolge gebe es dafür einen einfachen Grund: „Angriffe auf Firmen sind lukrativer.“

Dabei scheint es den Hackern egal zu sein, wie groß das Unternehmen ist, das sie angreifen. Nicht nur große Konzerne haben sie im Visier, sondern auch kleinere Firmen, Anwaltskanzleien, Arztpraxen mit sensiblen Daten, und sogar Handwerksbetriebe. Um auch kleineren Firmen besser zu schützen, wurde in Karlsruhe ein neues Pilotprojekt gestartet: Die sogenannte Cyberwehr. Diese arbeite mittlerweile auch in den Landkreisen Rastatt und Baden-Baden.

„Ende 2019 wollen wir technisch und organisatorisch so weit sein, dass wir die Hotline und Hilfe vor Ort 2020 sukzessive im gesamten Land anbieten können“, erklärt Dirk Achenbach, Projektleiter der Cyberwehr. Die Experten helfen betroffenen Firmen zunächst mit einer telefonischen Ferndiagnose. Bei Bedarf werden dann Experten vor Ort eingeschaltet. Und Achenbach rät ausdrücklich davon ab, auf die Forderungen der Erpresser einzugehen. 

Mytheresa: Rekordzahlen trotz Verkaufsplänen

Seit vier Jahren hat Michael Kliger bei Mytheresa die Zügel in der Hand und konnte in seiner Zeit den Umsatz der Luxus-Plattform auf 377 Millionen Euro mehr als verdreifachen. „Wir wachsen mit fast 25 Prozent, wir sind profitabel und auch cash-positiv“, so Kliger gegenüber dem Handelsblatt. Beeindruckend ist diese Entwicklung, wenn man einen Blick auf die Konkurrenten des Unternehmens wirft: Anbieter wie Net-à-Porter und Farfetch straucheln. Doch auch Mytheresa hat sein Päckchen zu tragen: Das Unternehmen befindet sich derzeit im Besitz von Neiman Marcus – und die Amerikaner wollen die Luxus-Plattform verkaufen.

„Der von Neiman Marcus angestoßene Verkaufsprozess war von Anfang an ergebnisoffen“, erklärt Kliger. „Ein Verkauf, ein Listing oder auch der Verbleib unter der Neiman Marcus Holding waren und sind nach wie vor die Option.“ Damit könne nach Ansicht des Handelsblatts auch ein Börsengang möglich werden. 

Für den Klimaschutz: Prominente StartUp-Namen verbünden sich

Niklas Östberg (Delivery Hero), Alexander Samwer (Ex-Rocket-Internet), Eric Wahlforss (SoundCloud) und Jochen Engert (Flixbus) – prominente Namen aus der StartUp-Szene haben sich der Initiative „Leaders for Climate Action“ angeschlossen und wollen nach Angaben des Manager Magazins den CO2-Ausstoß ihrer Unternehmen reduzieren und öffentlichen Druck auf die Bundesregierung und andere Branchen aufbauen. 

Hinter der Initiative „Leaders for Climate Action“ steckt ein Zusammenschluss mehrerer StartUp-Gründer, CEOs und Investoren, die „ein klimaneutrales, vollständig mit erneuerbarer Energie versorgtes, digitales Deutschland“ fordern – und das bis 2035. Dabei befürwortet das Bündnis auch die Einführung einer CO2-Steuer.

Über den Autor

Michael Pohlgeers Experte für Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

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