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Florida

Freiheitsstrafe für Apple-Pay-Betrüger

Veröffentlicht: 29.10.2019 | Autor: Sandra May | Letzte Aktualisierung: 29.10.2019
Bezahlung via Apple Pay

Bei Apple Pay können Nutzer ihre Kreditkarten hinzufügen und benötigen dann nur noch die App, um mit der jeweiligen Karte zu zahlen. Das Hinzufügen der Kreditkarten gestaltet sich recht einfach: Je nach Kreditinstitut reicht neben den Kartendaten der dreistellige CV-Code.

Diese Einfachheit hat sich Heise zufolge ein Betrügerring aus den USA zunutze gemacht. 

477 Kreditkarten

Die Mitglieder des Rings erschlichen sich auf „betrügerische” Art und Weise die Daten von Kreditkarten. Insgesamt sollen 477 Karten in Apple Pay hinterlegt worden sein. Bei gestohlenen Kreditkartendaten fehle zwar meist der CV-Code; Heise zufolge war es aber zumindest im Jahr 2016 noch möglich, die dreistellige Ziffernkombination solange durchzuprobieren, bis per Zufall die richtige gefunden wurde. 

Schaden in Höhe von 1,5 Millionen US-Dollar

Mit den so eingetragenen Kreditkarten gingen die Mitglieder des Betrügerrings dann einkaufen. Insgesamt haben sie Waren im Wert von über 1,5 Millionen US-Dollar erworben. Bereits Ende 2018 wurde ein Mitglied der Bande zu einer vierjährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Nun musste sich auch der 30-Jährige Anführer aus Miami verantworten. Er wurde wegen Computerbetruges und Identitätsdiebstahls ebenfalls zu vier Jahren verurteilt. Zwei weitere warten noch auf ihre Verurteilung.

Alle Beschuldigten haben sich im Rahmen eines sogenannten Plea Deals für schuldig befunden. Beim Plea Deal handelt es sich um das US-amerikanische Äquivalent zur Verständigung im Strafverfahren, wie es in Deutschland genannt wird. Dabei geht es darum, dass sich die Beteiligten eines Strafverfahrens auf ein Strafmaß einigen, welches greift, wenn der Angeklagte geständig ist.

Über den Autor

Sandra May Experte für IT- und Strafrecht

Sandra schreibt seit September 2018 als juristische Expertin für OnlinehändlerNews. Bereits im Studium spezialisierte sie sich auf den Bereich des Wettbewerbs- und Urheberrechts. Nach dem Abschluss ihres Referendariats wagte sie den eher unklassischen Sprung in den Journalismus. Juristische Sachverhalte anschaulich und für Laien verständlich zu erklären, ist genau ihr Ding.

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