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Der frühe Vogel

Europol schließt über 30.000 Domains – wegen Produktfälschungen

Veröffentlicht: 03.12.2019 | Autor: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 03.12.2019
Europol-Hauptsitz

Die europäische Polizeibehörde Europol hat mehr als 30.000 Domains beschlagnahmt und offline genommen. Die betreffenden Webseiten seien genutzt worden, um Produktfälschungen zu vertreiben und illegales Streaming anzubieten, berichtet t3n.de. Vorwiegend habe es sich dabei um gefälschte Medikamente, Software oder Elektronik sowie Schwarzkopien von Filmen, illegales Streaming von TV-Serien und Musik gehandelt. 

Bei der Aktion, die zu der Kampagne „In Our Sites“ gehört, arbeitete Eurpol mit Polizisten aus 18 Mitgliedsstaaten sowie der US-Zollbehörde zusammen. Drei Verdächtige seien festgenommen worden. Zudem habe die Polizeibehörde ein Vermögen von 150.000 Euro sowie Hardware, Parfüms, Kleidung und über 350 Liter alkoholischer Getränke beschlagnahmt. „In Our Sites“ hat das Ziel, Webseiten offline zu nehmen, auf denen gefälschte Produkte vertrieben werden. 

Europol will aber nicht nur gegen Urheber- und Markenrechtsverstöße ermitteln, sondern auch die Bevölkerung mit einer Informationskampagne aufklären, wie sie Fake-Shops erkennen können. 

Wirtschaftslage: Unternehmen werden pessimistischer

Beim Blick auf das kommende Jahr stellt sich bei den Unternehmen in Deutschland Pessimismus ein. Fast ein Drittel der Unternehmen geht dem Manager Magazin zufolge davon aus, dass die Geschäftsaktivitäten im Jahr 2020 zurückgehen werden. Das zeige die aktuelle Konjunkturumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Nur ein Viertel der Unternehmen erwarte demnach einen Produktionszuwachs. Wie die IW-Forscher erklären, werde sich das auch auf den Arbeitsmarkt auswirken: Nur noch 21,5 Prozent der Unternehmen wollen im kommenden Jahr zusätzliche Mitarbeiter einstellen. 

Grund für diese Entwicklungen sei die durch Protektionismus und geopolitische Verunsicherung deutlich nachlassende Gangart der Weltwirtschaft. Auch die Innovationsbereitschaft der Unternehmen leide im kommenden Jahr – hier seien die Gründe aber steigende Arbeits- und Energiekosten sowie vielfältige Regulationen am Arbeitsmarkt in Deutschland.

Shopify-Händler setzen am Black Friday 817 Millionen Euro um

Der vergangene Black Friday hat offenbar bei Shopify-Händlern für deutliche Mehrumsätze gesorgt. Wie der Shopsoftware-Anbieter laut Internet World selbst ermittelt hat, haben die Händler am Schnäppchen-Tag weltweit einen Umsatz von 817 Millionen Euro erwirtschaftet. 9,3 Millionen Nutzer kauften an dem Freitag in den Shops der Shopify-Händler ein, der durchschnittliche Warenkorbwert lag bei 76,73 Euro. 

In Deutschland lag der durchschnittliche Warenkorbwert zwar „nur“ bei 69,59 Euro, doch der Umsatz der Shopify-Händler habe sich im Vergleich zum letzten Jahr am Black Friday um 59 Prozent gesteigert. Der Anteil der deutschen Kunden, die etwas von Shopify-Händlern gekauft haben, habe sich sogar mehr als verdoppelt: 134 Prozent betrug das Wachstum an dieser Stelle.

Über den Autor

Michael Pohlgeers Experte für Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

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