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Kurzmeldung

Kriminalpolizei fordert personelle Aufstockung im Kampf gegen Internetdelikte

Veröffentlicht: 30.12.2019 | Autor: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 30.12.2019
Polizeistation

Online-Kriminalität ist eine Gefahr für Verbraucher und Unternehmen gleichermaßen. Der steigenden Zahl von Delikten im digitalen Raum will die Kriminalpolizei künftig mit einer stärkeren Mannschaft entgegenwirken. Der Bund Deutscher Kriminalbeamter in Bayern (BDK) hat deshalb die Forderung nach einer personellen Aufstockung der Beamten verlauten lassen: 

„Weil Verdächtige heutzutage häufig mehr als nur ein Handy haben und weltweit vernetzt sind, kann das Auslesen und Auswerten der Daten teilweise Jahre dauern“, zitiert Golem einen Sprecher des BDK mit Verweis auf die Deutsche Presse-Agentur. Derzeit seien in diesem Bereich rund 100 Cybercops (Informatiker) und Cyberermittler (spezialisierte Kriminalbeamte) im Einsatz, die der Kriminalpolizei etwa mit der Datenauslesung von Computern und Smartphones den Rücken stärken.

Bundesländer sind personell unterschiedlich stark ausgerüstet

Die personelle Besetzung im Kampf gegen Online-Kriminalität ist nicht überall gleich. So habe beispielsweise das Innenministerium auf die jeweiligen Polizeipräsidien verwiesen. Diese trügen die Verantwortung dafür, das notwendige Personal einzusetzen bzw. zu verteilen. 

Als Beispiel nennt Golem die Zentralstelle Cybercrime Bayern, die im Vergleich mit vielen anderen Bundesländern personell deutlich besser aufgestellt sei und demnach einen besseren Personalschlüssel vorweisen könne: Derzeit seien hier insgesamt 14 Staatsanwälte im Einsatz, die wegen verschiedener Sachverhalte im Online-Bereich – etwa Betrug, Kinderpornografie oder Waffenhandel – ermitteln. Während das Personal lediglich in Hessen und Nordrhein-Westfalen ähnlich gut aufgestellt sei, sieht es andernorts dünner aus.

Über den Autor

Tina Plewinski Experte für Amazon

Bereits Anfang 2013 verschlug es Tina eher zufällig in die Redaktion von OnlinehändlerNews und damit auch in die Welt des Online-Handels. Ein besonderes Faible hat sie nicht nur für Kaffee und Literatur, sondern auch für Amazon – egal ob neue Services, spannende Technologien oder kuriose Patente: Alles, was mit dem US-Riesen zu tun hat, lässt ihr Herz höherschlagen. Nicht umsonst zeigt sie sich als Redakteurin vom Dienst für den Amazon Watchblog verantwortlich.

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