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Digital Tech Newsflash

Berliner Kammergericht kommt wieder ans Netz

Veröffentlicht: 24.02.2020 | Autor: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 24.02.2020
Berliner Kammergericht

Das Berliner Kammergericht wurde im Herbst vergangenen Jahres Opfer einer großangelegten Emotet-Attacke. Alle Computer wurden daraufhin vom Netz getrennt, damals hieß es, es werde nun wieder mit Zettel und Stift gearbeitet. Die genaue Ursache ist noch immer unklar, als potenzielle Problemherde wurden etwa Speichermedien wie USB-Sticks ausgemacht. Nun, fast ein halbes Jahr nach dem Trojaner-Angriff, wird das Kammergericht wieder an das offizielle Landesnetz angeschlossen.

In den vergangenen Monaten arbeiteten die etwa 500 Richter und viele weitere Mitarbeiter im Notbetrieb, parallel wurde eine neue Netzarchitektur unter dem Dach des IT-Dienstleistungszentrums Berlin (ITDZ) aufgebaut, so Golem. Bernd Pickel, Präsident des Kammergerichts, teilt mit, dass nach aktueller Planung „Ende März, mit Ausnahme einiger hoffentlich weniger IT-Anwendungen für Teilbereiche, ein Arbeiten im Kammergericht möglich sein“ wird – dieses Mal „höchsten Sicherheitsstandards“ entsprechend.

370 neue Desktop-Rechner und 150 Laptops werden nun ans Landesnetz angeschlossen. Die Notebooks seien dabei für all jene Mitarbeiter gedacht, die auch außerhalb des Dienstgebäudes arbeiten. Bislang hätten die Mitarbeiter im Homeoffice mit ihren Privatrechnern gearbeitet und Daten per USB-Stick ausgetauscht – datenschutzrechtlich höchst bedenklich.

EU-Kommission: Mitarbeiter sollen Signal nutzen

Die EU-Kommission hat ihren Mitarbeitern nahegelegt, für die Kommunikation via Messenger künftig Signal zu verwenden. In einer internen Ankündigung Anfang Februar werde der verschlüsselte Dienst als „empfohlene Anwendung für öffentliches Instant-Messaging“ bezeichnet, berichtet das Magazin Politico. Das EU-Parlament hatte seinen Abgeordneten noch im vergangenen Jahr untersagt, Signal zu nutzen, weil es keine Standard-Anwendung sei und empfahlen Whatsapp als Alternative.

Microsoft: Kontenzwang bei Installation für Windows 10 in Deutschland

US-Nutzer von Windows 10 werden seit Ende 2019 dazu gedrängt, bei einer Neuinstallation ein Microsoft-Konto anzulegen. Nun ist dieser „Zwang“ offenbar auch in Deutschland angekommen. Bislang konnte man bei der Installation der Home-Edition zwischen einem lokalen Offline-Konto und einem Microsoft-Online-Konto wählen. Diese Wahl gibt es nun nicht mehr, man kann nur noch ein Microsoft-Konto anlegen. Heise Online konnte dies mit zwei Patch-Versionen nachvollziehen und bestätigt den Zwang. Der Konto-Zwang lässt sich Heise zufolge aber leicht austricksen. Ohne aktive Internet-Verbindung ist die Option zum Anlegen eines Offline-Kontos wieder verfügbar. Dieser Trick funktionierte bereits bei Windows 8.

Über den Autor

Christoph Pech Experte für Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

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