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Betrüger nutzen Angst vor Coronavirus

LKA warnt vor Fake-Shops für Atemschutzmasken und Medizinbedarf

Veröffentlicht: 02.03.2020 | Autor: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 02.03.2020
Fake: Mensch mit einer weißen Maske in den Händen

Atemschutzmasken sind derzeit zu Wucherpreisen erhältlich und oft sogar vielerorts gar nicht mehr verfügbar – nicht nur in stationären Geschäften, sondern auch in Online-Shops und auf Marktplätzen. Schuld ist das grassierende Coronavirus und die Angst vieler Verbraucher, sich anzustecken. Diese Angst nutzen derzeit auch Kriminelle, die mit gefälschten Shops im medizinischen Bereich unterwegs sind und etwa mit Atemschutzmasken werben.

Täter missbrauchen reales Unternehmen

Wie das Landeskriminalamt Niedersachsen in einer offiziellen Meldung schreibt, verschicken die Täter derzeit Spam-Mails an zahlreiche Empfänger, um auf ihre gefälschten Angebote aufmerksam zu machen. „Hier werden Atemschutzmasken angeboten, die derzeit in vielen Shops, Apotheken, Baumärkten usw. aus Angst vor dem Corona-Virus (SARS-CoV-2 und Covid-19) vergriffen sind“, heißt es.

In ihren Nachrichten greifen die Kriminellen demnach auf ein real existierendes, deutsches Unternehmen zurück, das sich für verschiedene Apotheken zuständig zeigt, und missbrauchen dessen Namen. „Wer dem Link folgt und tatsächlich entsprechende Atemschutzmasken bestellen möchte, landet auf einer Fake-Shopseite, die aber nichts mit dem dort angegebenen deutschen Unternehmen zu tun hat.“ Das betroffene Unternehmen habe nach Angaben des Landeskriminalamtes inzwischen Anzeige erstattet.

Landeskriminalamt geht von weiteren Fake-Shops aus

Im Fake-Shop selbst werde auf großen Bannern sehr präsent auf das Coronavirus hingewiesen und neben Atemschutzmasken unter anderem auch mit anderen medizinischen Produkten wie etwa Einweghandschuhen oder Desinfektionsmitteln geworben. Das LKA geht zudem davon aus, dass der vorliege Fake-Shop nicht der einzige sein bzw. bleiben dürfte und auch andere Täter gleichartige Fake-Shops nutzen.

Verbrauchern, die eine Bestellung über einen solchen Shop getätigt und diese auch schon bezahlt haben, rät das LKA, sich umgehend mit dem Zahlungsanbieter in Verbindung zu setzen, um die Zahlung noch zu stoppen. Auch zur Erstattung einer Anzeige bei der Polizei rät die Behörde.

Über den Autor

Tina Plewinski Experte für Amazon

Bereits Anfang 2013 verschlug es Tina eher zufällig in die Redaktion von OnlinehändlerNews und damit auch in die Welt des Online-Handels. Ein besonderes Faible hat sie nicht nur für Kaffee und Literatur, sondern auch für Amazon – egal ob neue Services, spannende Technologien oder kuriose Patente: Alles, was mit dem US-Riesen zu tun hat, lässt ihr Herz höherschlagen. Nicht umsonst zeigt sie sich als Redakteurin vom Dienst für den Amazon Watchblog verantwortlich.

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