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Betrug um Corona-Soforthilfen

Kriminelle versenden Mails im Namen der Förderbanken

Veröffentlicht: 05.05.2020 | Autor: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 05.05.2020
Online-Betrug: Hände an Tastatur im Dunkeln

Während viele Unternehmen durch die Coronakrise ins Straucheln geraten sind, versuchen Kriminelle, genau diese Notsituation für sich auszunutzen. Eine neue Betrugswelle rückt dabei die Corona-Soforthilfen in den Fokus: Aktuell warnen sowohl das Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen als auch mehrere Förderbanken vor Betrügern, die versuchen, an möglichst viele echte, das heißt authentische Daten von Unternehmen zu gelangen.

Betrüger errichten „Drohkulisse“

Wie Spiegel Online schreibt, berichtet das LKA von Fällen, in denen Kriminelle im Namen von diversen Landesförderinstituten E-Mails schreiben und darin um die Rückzahlung zu viel erhaltener Hilfen bzw. Fördergelder bitten. Als konkrete Bank, in deren Namen bereits gefälschte Nachrichten verschickt wurden, wird die niedersächsische NBank genannt. Dabei werde „der Empfänger zunächst aufgefordert, eine Bescheinigung auszufüllen und zu übermitteln, angeblich zur Versteuerung erhaltener Hilfe beim Finanzamt“, erklärt das Portal.

In solchen betrügerischen Mails errichten die Betrüger nach Angaben des Landeskriminalamtes eine „Drohkulisse“, um einen möglichst hohen Druck auf die Empfänger aufzubauen. „Sollten Sie im Nachgang feststellen, dass einige Angaben nicht zutreffend waren, sind Sie gehalten, den Zuschuss bzw. auch Anteile des Zuschusses an die NBank teilweise oder komplett zurückzuüberweisen“, zitiert der Spiegel aus etwaigen Nachrichten.

Betrügerische Nachrichten sind sprachlich glaubhaft

Im Gegensatz zu vielen anderen Betrugs-Mails, seien die aktuellen Nachrichten zumindest aus sprachlicher Sicht durchaus glaubhaft arrangiert. Wie es weiter heißt, sind den E-Mails zwei PDF-Dateien angehängt und werden beispielsweise mit folgenden Absendeadressen verschickt:

Die betroffenen Finanzinstitute, deren Namen im Rahmen solcher Betrugsmaschen missbraucht werden, weisen auf den hauseigenen Websites auf die aktuelle Gefahr durch Kriminelle hin. Dabei empfehlen sie, entsprechende E-Mails nicht zu öffnen und zudem Anzeige bei den Behörden zu erstatten. Auch verweisen sie unter anderem darauf, dass eine Abfrage sensibler Daten nie durch E-Mails stattfinde, sondern ausschließlich über die entsprechenden Förderportale selbst.

Unternehmen sollten sich beim Thema Soforthilfe ausschließlich auf Informationen verlassen, die die Banken von offizieller Seite – also etwa auf der hauseigenen Website – veröffentlichen und sich im Fall von Unsicherheiten lieber direkt an ihre Finanzinstitute wenden.

Über den Autor

Tina Plewinski Experte für Amazon

Bereits Anfang 2013 verschlug es Tina eher zufällig in die Redaktion von OnlinehändlerNews und damit auch in die Welt des Online-Handels. Ein besonderes Faible hat sie nicht nur für Kaffee und Literatur, sondern auch für Amazon – egal ob neue Services, spannende Technologien oder kuriose Patente: Alles, was mit dem US-Riesen zu tun hat, lässt ihr Herz höherschlagen. Nicht umsonst zeigt sie sich als Redakteurin vom Dienst für den Amazon Watchblog verantwortlich.

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