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Cybersquatting

Diese Firmen-Webseiten werden am häufigsten gefälscht

Veröffentlicht: 03.09.2020 | Geschrieben von: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 03.09.2020
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Mit Squatting (aus dem engl. squat = Unterschlupf) wird eine Form der Cyberkriminalität bezeichnet, bei der Betrüger Webadressen – etwa auch mit kleinen Rechtschreib-Fehlern – anmelden, die den Internetauftritten großer Firmen ähneln sollen und auf denen dann versucht wird, den dorthin gelockten Nutzern mittels Phishing und Co private Daten zu stehlen oder anders zu schaden. Das kann auch passieren, wenn Nutzer etwa versehentlich eine Webadresse falsch eingeben.

Das Cybersecurity-Unternehmen Palo Alto hat das Cybersquatting unter die Lupe genommen und die größten Gefahrenquellen aufgedeckt, wie Internet World berichtet. So werden für Cybersquatting etwa URLs wie netflix-payments.com, amazon-india.online oder whatsalpp.com benutzt. Besonders große Gefahr für die Online-Surfer geht bei der betrügerischen Nutzung der Cybersquatting-Webseiten von Bank- oder Finanzunternehmen aus.

Cybersquatting: Diese Unternehmen haben die meisten gefälschten Webseiten

Das sind laut Palo Alto die Unternehmen, von denen die meisten Webseiten zum Cybersquatting genutzt werden:

  • PayPal

  • Apple

  • Royalbank

  • Netflix

  • LinkedIn

  • Amazon

  • Dropbox

  • TripAdvisor

  • Bank of America

  • die mexikanischen Bank Banorte

Ein Fünftel der Fake-Seiten wird für Betrug genutzt

Palo Alto Networks hat analysiert, dass allein im Dezember 2019 rund 14.000 solcher Squatting-Domains registriert wurden, durchschnittlich also 450 pro Tag. Zwar wurden nicht alle dieser Domains für betrügerische Zwecke missbraucht, aber über ein Drittel dieser Onlinepräsenzen wurde als hohes Risiko für Besucher eingeschätzt. Bei 19 Prozent wurde festgestellt, dass die Webseiten Malware verbreiten oder Phishing-Angriffe durchführen, um den Nutzern sensible Zugangsdaten oder Geld zu stehlen.

So versuchten Betrüger etwa über Seiten wie microsoft-alert.club, die Benutzer dazu zu bringen, für gefälschten Kundensupport zu bezahlen oder über Fake-Sites wie facebookwinners2020.com mittels eines vermeintlichen Gewinnspiels an persönliche Daten wie Geburtsdatum, Telefonnummer, Beruf und Einkommen zu kommen.

Die Experten von Palo Alto raten Online-Nutzern, beim Eingeben von Webadressen und beim Surfen genau auf die Domainnamen zu achten. 

Über den Autor

Markus Gärtner Experte für: Local Commerce

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.

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