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Der frühe Vogel

Massives Datenleck: Gäste von mehreren Reiseportalen betroffen

Veröffentlicht: 10.11.2020 | Geschrieben von: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 10.11.2020
Koffer am Flughafen

Wer in den letzten Jahren eine Reise über ein Reiseportal wie beispielsweise Expedia oder Booking.com gebucht hat, könnte von einem massiven Datenleck betroffen sein: Wie t3n berichtet, habe der spanische Dienstleister Prestige Software „offenbar über Jahre hinweg einen fehlkonfigurierten AWS-Bucket gehabt“. Damit sei es möglich gewesen, dass sich Cyberkriminelle Daten von Hotelgästen verschaffen konnten. Prestige Software verarbeitet die Belegung von Hotelzimmern und stellt die Daten für regelmäßige Aktualisierungen in Websites ein. Die Sicherheitslücke bei Prestige Software sei mittlerweile geschlossen worden. 

Medienberichte sprechen davon, dass Gästedaten für Buchungen bis ins Jahr 2013 zurück entwendet worden sein könnten. Dabei handelt es sich offenbar auch um sehr sensible Daten, die abgreifbar waren: Neben Kreditkarten- waren auch Personalausweisdaten zugänglich, heißt es. Dazu kommen Namen, Mailadressen und Kontaktdaten, sowie Daten und Kosten für Hotelaufenthalte und auch Sonderwünsche des Gastes und der mitreisenden Personen. 

Unklar sei allerdings, wer genau zu den Kunden des Dienstleisters zählt. Konkrete Angaben machte Prestige Software dazu nicht – laut t3n sollen neben Booking.com, Expedia und Hotels.com aber auch die Plattformen Amadeus, Agoda, Hotelbeds, Sabre und Omnibees betroffen sein. Es sei ebenfalls noch nicht abschließend geklärt, in welchem Umfang die Gästedaten tatsächlich kopiert wurden und ob sie bereits missbräuchlich genutzt wurden. Kunden sollten ihre Kreditkartenaktivitäten sicherheitshalber genauestens beobachten. 

Corona-Impfstoff: Zoom unter Druck

Es gibt große Hoffnung auf einen Corona-Impfstoff: Der Mainzer Pharmafirma Biontech ist gemeinsam mit Pfizer offenbar ein Durchbruch gelungen. Ein vielversprechender Impfstoff stehe nun in den Startlöchern und könnte in den nächsten Tagen in die Zulassung gehen. 

Die Börse reagierte mit starken Bewegungen auf diese Nachricht, berichtet t3n: Der Dax sprang um fünf Prozent nach oben, die Aktienkurse der Fluggesellschaften stiegen ebenfalls sprunghaft. Anders sah das bei Zoom und anderen Stay-at-Home-Aktien aus. Die Zoom-Aktie fiel von 500 Dollar am Freitag auf 412 Dollar. Auch Zalando und Hellofresh verzeichneten Verluste am Aktienmarkt.

Supermärkte haben MwSt.-Senkungen weitergegeben

Eine Untersuchung des Ifo-Instituts zeigt, dass die meisten Supermärkte die reduzierte Mehrwertsteuer an die Kunden weitergegeben haben – und das sowohl im Ladengeschäft als auch im Online-Shop. Die Preise seien im Schnitt um zwei Prozent gesunken, wie die Untersuchung der Zeit zufolge ergeben hat. 

Spannend bleibt die Frage, was passiert, wenn die Mehrwertsteuer am 1. Januar 2021 wieder auf den alten Satz angehoben wird. Das könnte dazu führen, dass die Preise stärker steigen, als sie vorher gesenkt wurden, so die Forscher. Dieser Effekt sei auch bei anderen vorübergehenden Senkungen in anderen Ländern zu beobachten.

Über den Autor

Michael Pohlgeers Experte für: Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

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