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Der frühe Vogel

Admin einer Betrüger-Bande zu mehrjähriger Haftstrafe verurteilt

Veröffentlicht: 11.11.2020 | Geschrieben von: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 11.11.2020
Mann in Handschellen

Das Landgericht Stuttgart hat einen 36-jährigen Ukrainer, der Mitglied einer weltweit agierenden Computerbetrugsbande war, zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Der Mann wurde wegen „Beihilfe zu versuchter und vollendeter banden- und gewerbsmäßigen Erpressung und zu Computersabotage in mehreren hundert Fällen“ verurteilt, berichtet Heise Online. Der Mann müsse nun vier Jahre und sechs Monate in Haft. Das Urteil vom 6. November ist noch nicht rechtskräftig.

Der 36-Jährige war von November 2013 bis Februar 2015 Mitglied einer internationalen Tätergruppe. Erkenntnissen der Ermittler des Landeskriminalamts Baden-Württemberg zufolge konnte die Gruppe in diesem Zeitraum eine Summe von etwa acht Millionen Euro erpressen. 

Dazu setzten sie Trojaner ein, die über manipulierte Webseiten verbreitet wurden und die den Bildschirm der betroffenen Person dann sperrten. Auf dem gesperrten Bildschirm wurde den Opfern vorgeworfen, illegale Downloads vorgenommen zu haben oder kinderpornografisches Material zu besitzen. Um ein vermeintliches Verfahren zu verhindern, wurden 100 Euro Gebühr gefordert.

In Deutschland seien mehr als 4.000 Computer mit diesen Trojanern infiziert worden. 400 Personen sollen den geforderten Betrag gezahlt haben. Der verurteilte Ukrainer habe als technischer Berater und Admin der Gruppe agiert. 

Dr. Google erhält jetzt Infos vom Gesundheitsministerium

Wenn es mal irgendwo drückt oder schmerzt, suchen viele Menschen zunächst bei Google nach Informationen, bevor sie zum Arzt gehen. Damit bei diesen Suchen künftig verlässlichere Informationen ausgespielt werden, hat das Gesundheitsministerium gemeinsam mit Google sogenannte Knowledge-Panels erarbeitet, berichtet t3n.

Mehr als 160 Krankheiten seien in den Knowledge-Panels, die als hervorgehobene Boxen in der Suche erscheinen, abgebildet – darunter Migräne, Grippe oder auch Bandscheibenvorfall. Dazu gebe es Informationen zu Symptomen und Behandlungsmöglichkeiten. Ein Link führt dann zum jeweiligen Artikel des nationalen Gesundheitsportals.

Trotz Lockdown: Wirtschaftsweisen sind vorsichtig optimistisch

Die Wirtschaftsweisen gehen davon aus, dass die deutsche Volkswirtschaft vergleichsweise glimpflich durch die Coronakrise kommen wird. Obwohl das Land derzeit wieder einen Lockdown erlebt, wird der Konjunktureinbruch den Experten zufolge weniger scharf ausfallen als in der Finanzkrise, berichtet der Spiegel. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte den Erwartungen zufolge um 5,1 Prozent einbrechen – die Bundesregierung rechnet bislang mit einem etwas stärkeren Einbruch von 5,5 Prozent.

Trotzdem erwarten auch die Wirtschaftsweisen, dass die Coronakrise noch einen langen Schatten nach sich ziehen werde. Das Wachstum soll 2021 nur noch 3,7 Prozent betragen – im Juni rechneten sie noch mit einem Wachstum von 4,9 Prozent für das kommende Jahr.

Über den Autor

Michael Pohlgeers Experte für: Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

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