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Kurzmeldung

Datenbank mit unverschlüsselten Spotify-Zugangsdaten entdeckt

Veröffentlicht: 24.11.2020 | Geschrieben von: Corinna Flemming | Letzte Aktualisierung: 24.11.2020
Spotify Smartphone

Ein Forscherteam der VPN-Bewertungsseite VPNmentor hat bereits im Sommer eine Datenbank im Netz entdeckt, auf der Zugangsdaten von über 300.000 Spotify-Kunden gespeichert waren. Ingesamt über 380 Millionen Einträge hätten sich darin befunden, die ungeschützt im Internet zugänglich war.

Betroffene Nutzer wurden bereits informiert

Nach Informationen von Golem stammte die Datenbank aber nicht vom Musikstreamingdienst Spotify, sondern von Kriminellen, die mehrere Millionen Einträge in der Liste gesammelt und öffentlich ins Netz gestellt haben. Laut den Experten von VPNmentor sollen die Zugänge über sogenannte Credential-Stuffing-Angriffe erlangt worden sein. Dabei werden Daten, die durch einen Hack oder ein Datenleck beschafft wurden, bei verschiedenen Anbietern ausprobiert. Viele Internetuser neigen dazu, sowohl die selbe E-Mail-Adresse als auch das selbe Passwort für verschiedene Dienste zu nutzen. Aus diesem Grund ist das Credential Stuffing noch immer eine sehr erfolgreiche Angriffsmethode, so Golem weiter. Betrüger können mit den Daten nicht nur die bezahlten Spotify-Konten mitnutzen, sondern auch gefälschte Spotify-Rechnungen an die Kunden schicken und diese dazu auffordern, Schadsoftware zu installieren.

Spotify soll bereits Anfang Juli von der Datenbank erfahren und betroffene Kunden inzwischen benachichtigt haben. Betroffene User mit einer entsprechenden Warnung sollten nicht nur bei Spotify ihre Zugangsdaten schnellstmöglich ändern, sondern auch bei allen anderen Anbietern, bei denen das selbe Passwort verwendet wurde.

Über die Autorin

Corinna Flemming Expertin für: Internationales

Nach verschiedenen Stationen im Redaktionsumfeld wurde schließlich das Thema E-Commerce im Mai 2017 zum Job von Corinna. Seit sie Mitglied bei den OnlinehändlerNews ist, kann sie ihre Liebe zur englischen Sprache jeden Tag in ihre Arbeit einbringen und hat sich dementsprechend auf den Bereich Internationales spezialisiert.

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