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Der frühe Vogel

LKA warnt zum Black Friday vor Fake-Shops

Veröffentlicht: 27.11.2020 | Geschrieben von: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 27.11.2020
Schild der Polizei

Das Landeskriminalamt Niedersachsen warnt pünktlich zum Schnäppchen-Tag Black Friday vor Betrug und speziell vor Fake-Shops im Internet. Die Betrugszahlen im Online-Handel steigen der Behörde zufolge immer weiter an. Vergleicht man die Zahlen von 2019 mit 2016, so hätten sich diese fast verdreifacht. Und die Tendenz führt sich auch 2020 fort. „Das bisherige Corona-Jahr 2020 nutzten die Kriminellen auch für sich: Die Taten von Januar bis Oktober 2020 übersteigen die registrierten Gesamtzahlen des Jahres 2016 sogar um ein Sechsfaches“, heißt es weiter. Wirft man einen Blick auf den Vorjahreszeitraum, so hätte man insbesondere in den Monaten Mai und Juni einen massiven Anstieg der Betrugsfälle mit Fake-Shops gegeben.

In den ersten zehn Monaten dieses Jahres hätte sich der verursachte Schaden auf einen oberen sechsstelligen Bereich summiert. Als beliebte Produkte, die über Fake-Shops feilgeboten werden, nennt das LKA für dieses Jahr etwa die Spielekonsole Nintendo Switch, Pools für den Garten, Fahrräder, Kaffeevollautomaten oder auch Produkte rund um Corona, etwa Atemschutzmasken und Desinfektionsmittel. 

Dabei bezeichnet die Polizei die Strafverfolgung selbst auch als „schwierig“, da die Server der gefakten Webseiten häufig im Ausland ansässig sind. Zusätzlich erschwert wird die Verfolgung, da viele der Shops überhaupt nur kurze Zeit online sind und die Geldströme weite, anonyme Wege nehmen und Geldwäsche betrieben wird. Zudem werden die Fake-Shops den Erfahrungen der Spezialisten nach immer professioneller, sodass sie sich von seriösen Shops teils kaum unterscheiden lassen. Und selbst über den Preis ließen sich die gefälschten Webshops nicht immer enttarnen: „Professionelle Fake-Shops ködern Konsumenten nicht zwingend mit preislich besonders attraktiven Angeboten, sondern auch mit Waren zu normalen Preisen, um den Anschein eines seriösen Shops zu wahren. Dazu werden gerne Produkte angeboten, die scheinbar in anderen Online-Shops vergriffen sind.“

Auch der Händlerbund hat Tipps zusammengestellt, wie Fake-Shops erkannt werden können und wie man richtig dagegen vorgeht.  

Ansturm auf Novemberhilfen ist hoch

Dass der Ansturm auf die Novemberhilfen hoch ist, wird nach nur einem einzigen Tag klar: Denn nur ein Tag, nachdem die entsprechende Plattform online ging, wurden knapp 17.000 Anträge registriert. Wie Spiegel Online mit Verweis auf das Bundeswirtschaftsministerium schreibt, wurden bis zum frühen Nachmittag (14.30 Uhr) bereits 9.638 Direktanträge gestellt. Dazu kamen 7.159 Anträge, die über Steuerberater eintrafen. Neben diesen 17.000 Anträgen wurden über Steuerberater außerdem fast 49.000 Anträge im System hinterlegt, die allerdings noch nicht versendet wurden, wie es weiter heißt. Über die Novemberhilfen sollen Unternehmen, die von der Coronakrise betroffen sind, bis zu 75 Prozent ihrer Umsätze ersetzt bekommen.

Google nennt Gründe für mobile Warenkorbabbrüche 

Google hat im Rahmen der neuen Studie „Verkaufschancen auf Mobilgeräten nutzen“ herausgefunden, dass sieben von zehn potenziellen mobilen Kunden ihre Bestellvorgänge vorzeitig abbrechen. Solche Probleme sind grundsätzlich keine Einzelfälle – ganz im Gegenteil. Allein in Deutschland werden dadurch Millionen Euro an Jahresumsätzen verschenkt: Im Bereich Mode belaufe sich die Summe demnach auf 873 Millionen Euro, bei Elektronik auf 591 Millionen Euro, im Segment Haus und Garten auf 644 Millionen Euro und in Sachen Körperpflege auf 104 Millionen Euro.

Neben diesen Resultaten hat Google allerdings auch fünf Tipps für Online-Händler verraten, mit denen diese ihre Geschäfte und Auftritte optimieren können, um Warenkorbabbrüche künftig zu vermeiden:

  1. Kunden wollen wenig scrollen. Für Händler heißt dies beispielsweise, den Besuchern einen schnellen Überblick über Produktinformationen zur Verfügung zu stellen und beliebte Kategorien sichtbar einzubinden.
  2. Automatisches Ausfüllen von Informationen: Um den Kunden zu ersparen, ihre persönlichen Daten immer wieder aufs Neue auf der Website eingeben zu müssen, können Händler ihnen anbieten, sich mit einmaligem Tippen anzumelden. Auch Zahlungsoptionen wie Google Pay oder PayPal könnten demnach helfen.
  3. Einfache Produktvergleiche: Laut Google wünschen sich die Kunden, Produkte schnell und unkompliziert miteinander vergleichen zu können. Auch Informationen zu günstigen Preisen seien wichtig.
  4. Realistische Darstellung von Produkten: Händler sollten ihre Angebote so präsentieren, dass nicht nur detaillierte Produktbeschreibungen, sondern auch Hinweise zum Finden der passenden Größe oder Vergleichsmöglichkeiten hinterlegt sind. Einen guten Eindruck über die Produkte verschaffen außerdem hochwertige Bilder aus unterschiedlichen Blickwinkeln, 3D-Ansichten, für Querformat optimierte Bilder oder Augmented-Reality-Features.
  5. Transparenz: „Niemand mag es, wenn erst gegen Ende des Bezahlvorgangs Informationen zur Verfügbarkeit, Lieferzeiten oder zusätzlichen Kosten preisgegeben werden“, schreibt Google. Aus diesem Grund sollten Händler unbedingt auf Transparenz setzen und Kunden alle wichtigen Informationen an präsenter Stelle zur Verfügung stellen.

Über die Autorin

Tina Plewinski Expertin für: Amazon

Bereits Anfang 2013 verschlug es Tina eher zufällig in die Redaktion von OnlinehändlerNews und damit auch in die Welt des Online-Handels. Ein besonderes Faible hat sie nicht nur für Kaffee und Literatur, sondern auch für Amazon – egal ob neue Services, spannende Technologien oder kuriose Patente: Alles, was mit dem US-Riesen zu tun hat, lässt ihr Herz höherschlagen. Nicht umsonst zeigt sie sich als Redakteurin vom Dienst für den Amazon Watchblog verantwortlich.

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