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Erster Cyber-Katastrophenfall in Deutschland

Veröffentlicht: 12.07.2021 | Geschrieben von: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 12.07.2021
Serverraum

Wegen eines Cyber-Angriffs hat der Landkreis Anhalt-Bitterfeld erstmals in Deutschland den Cyber-Katastrophenfall ausgerufen. Die Verwaltung des Landkreises muss ihre Arbeit für fast zwei Wochen weitgehend einstellen. Ereignet hatte sich der Angriff auf das Computersystem bereits am 6. Juli. „Wir sind praktisch vollkommen lahmgelegt – und das wird auch in der kommenden Woche so sein“, erklärt der Welt zufolge ein Sprecher der Verwaltung. Derzeit können etwa keine Sozial- oder Unterhaltsleistungen ausgezahlt werden.

Bei dem Angriff am vergangenen Dienstag seien mehrere Server infiziert worden, die Quelle ist bislang unbekannt. Dabei wurden Daten verschlüsselt, unklar ist bislang, in welchem Umfang. Die kritischen Systeme wurden zunächst vom Netz getrennt. Um schneller reagieren zu können, wurde nun der Katastrophenfall ausgerufen. Nun gehe es um die Ursachensuche, die Analyse und die Bekämpfung der Schadsoftware. Zunächst sollen so schnell wie möglich die Dienstleistungen für die Bürgerinnen und Bürger wieder aufgenommen werden. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sei bereits vor Ort. Vermutet wird aktuell eine Microsoft-Sicherheitslücke bei den Druckern der Verwaltung.

Im Landkreis Anhalt-Bitterfeld ist es der erste Katastrophenfall seit dem Hochwasser 2013. Nach MDR-Informationen fordern die Täter offenbar ein Lösegeld, aufgrund der laufenden polizeilichen Ermittlungen wolle man sich zu Details aber nicht äußern. Der ehemalige Landrat von Anhalt-Bitterfeld, Uwe Schulze (CDU), findet deutliche Worte für die aktuelle Situation: „Die Situation ist beschissen, aber nicht hoffnungslos.“

Richard Branson absolviert seinen ersten Weltraumflug

Er war tatsächlich schneller als Jeff Bezos: Der Milliardär Richard Branson ist noch vor dem Amazon-Chef in den Weltraum geflogen und wieder zurückgekehrt. Am Sonntag flog Branson mit der VSS Unity von seinem Unternehmen Virgin Galactic auf eine Höhe von etwa 86 Kilometern und verbrachte zusammen mit einigen Astronauten drei Minuten in der Schwerelosigkeit. Dann trat das Raumschiff wieder in die Erdatmosphäre ein und landete sicher auf dem Weltraumbahnhof. „Ich war einmal ein Kind mit einem Traum, das zu den Sternen aufschaute. Jetzt bin ich ein Erwachsener in einem Raumschiff und schaue auf unsere schöne Erde“, so Branson laut Heise. Branson will – ähnlich wie Jeff Bezos oder Tesla-Chef Elon Musk – ein Geschäft aus dem Weltraumtourismus machen. Bezos wird am 20. Juli aufsteigen und will dann eine Höhe von 100 Kilometern erreichen.

Super Mario 64: 1,5 Millionen Dollar wert

Wer noch eine alte Nintendo-Konsole und dazugehörige Spiele im Keller liegen hat, sollte sich vielleicht einmal näher deren Zustand anschauen – denn Nintendo-Klassiker sind offenbar kapitale Geldanlagen. Erst am Freitag wurde eine Kopie des NES-Spiels „Legend of Zelda“ von 1987 für 870.000 US-Dollar vom Auktionshaus Heritage Auctions versteigert. Der Rekord hielt allerdings nur zwei Tage. Am Sonntag zahlte ein Bieter 1,56 Millionen US-Dollar für eine ungeöffnete Kopie des N64-Spiels „Super Mario 64“, wie der Spiegel berichtet. Auf einer Bewertungsskala bis 10 hatte das Spiel einen Wert von 9.8 A++. Noch vor einem Jahr hatte der Verkaufsrekord eines Nintendo-Spiels bei 114.000 Dollar gelegen – damals für ein Exemplar des ersten „Super Mario Bros.“ von 1985.

Über den Autor

Christoph Pech
Christoph Pech Experte für: Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

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Kommentare  

#2 Christoph Pech 2021-07-13 11:48
Lieber Franz,

die Sache mit der Digitalisierung in deutschen Verwaltungen und Behörden ist ja eine Geschichte für sich. ;) Das BSI und die verantwortliche n Stellen werden die Probleme sicher aufarbeiten und ihre Schlüsse daraus ziehen. Warum der Katastrophenfal l so lange dauert, vermag ich nicht zu beurteilen.

Bzgl. der Sicherheitslück e: Auch das sind die Informationen, die das BSI herausgegeben hat. Wie genau das Sicherheitsleck aussieht, wurde bislang nicht öffentlich gemacht.

Beste Grüße,
Christoph aus der Redaktion
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#1 Franz 2021-07-13 08:39
Hier hätte ich gerne Aufklärung "Microsoft-Sich erheitslücke bei den Druckern der Verwaltung"
Wie kann es denn eine Microsoft Lücke bei den Druckern geben?
Wenn dann ist es eine Sicherheitslück e vom Drucker oder Druckertreiber, allerding sollte hier auch der Treiber vom Hersteller verwendet werden und somiert wäre es keine Microsoft Lücke.

Hier ist es für mich unerklärlich wie so etwas mehrere Wochen dauern kann...
Es wurden Servier infiziert, Clients prüfen, neue Server aufbauen und Restore vom Backup.
Die alten Server können dann in Ruhe geprüft werden, dass dauert sicher nicht mehrere Wochen.

Hier würde ich gerne mehr erfahren.
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