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Facebook: Daten von 1,5 Milliarden Nutzern im Darknet

Veröffentlicht: 08.10.2021 | Geschrieben von: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 08.10.2021
Facebook

Es läuft nicht bei Facebook. Am vergangenen Wochenende gab es einen stundenlangen Totalausfall aller Unternehmensportale, dann packte die Whistleblowerin Frances Haugen aus und warf dem Konzern vor, Profitgier vor die Sicherheit der Nutzer zu stellen, was prompt zu neuen Regulierungsforderungen führte. Und ganz nebenbei hat Facebook auch noch mit einem Datenleck zu kämpfen, das sich gewaschen hat, das in der öffentlichen Wahrnehmung aber fast untergegangen ist.

Das Cybersecurity-Portal Privacy Affairs berichtet, dass aktuell 1,5 Milliarden Datensätze von Nutzern im Darknet feilgeboten werden – das ist mehr als die Hälfte der weltweiten Facebook-Nutzer. Die Datensätze umfassen Namen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen, die Nutzer-ID oder den Wohnort. Immerhin: Passwörter sollen nicht dabei sein. Kurios: Das riesige Datenpaket basiert nicht mal auf einem Hack. Die Daten wurden offenbar via Scraping gesammelt. Dabei werden mit speziellen Tools öffentlich zugängliche Informationen zusammengetragen.

Für Werbetreibende sind die Pakete interessant, weil sie damit sehr gezielt Anzeigen ausspielen können. Aber auch Kriminelle freuen sich über die Daten, weil sie damit Phishing-Attacken starten können, um wirklich sensible Daten wie etwa Banking-Zugänge abzugreifen. Privacy Affairs geht davon aus, dass die Daten echt sind. Es hätten sich aber auch schon verärgerte Käufer gemeldet, die nach der Zahlung keine Datenpakete erhalten haben sollen.

Windows-11-Anforderungen umgehen: Microsoft zeigt, wie es geht

Windows 11 ist seit dieser Woche offiziell verfügbar, wer es installieren will, braucht aber einen aktuellen und schnellen Rechner. Microsoft selbst erklärt nun, wie man die Anforderungen umgehen und trotzdem auf das neue Betriebssystem umsteigen kann. Der Knackpunkt ist dabei der Sicherheitschip TPM 2.0. Dieser werde nur bei der Installation von Windows 11, nicht aber im laufenden Betrieb abgefragt. Die Routine für TPM 2.0 lässt sich bei Windows 10 vergleichsweise leicht deaktivieren, um dann per Windows Update auf Windows 11 upzugraden, wie Heise erläutert. Übrigens: Microsoft erklärt zwar, wie es geht, rät aber gleichzeitig davon ab, Windows 11 auf nicht kompatiblen Systemen zu installieren.

Ist FIFA 22 das letzte FIFA?

Die FIFA-Serie ist eine der erfolgreichsten Videospielserien aller Zeiten. Mit den jährlichen Updates verdient sich Electronic Arts seit Jahren eine goldene Nase. Möglicherweise hat das mit dem frisch erschienenen FIFA 22 aber ein Ende, wie Golem berichtet. Ende 2022 läuft der Vertrag zwischen EA und der FIFA, der im Jahr 2013 geschlossen wurde, aus. Die Fortführung der Partnerschaft ist aber offenbar keine Formsache, die Zeichen stehen auf Abschied. Die Gründe dafür sind nicht klar. Fußballspiele sollen auch in den kommenden Jahren veröffentlicht werden, dann aber möglicherweise mit neuem Namen: „Mit Blick auf die Zukunft prüfen wir auch die Idee, unsere globalen EA-Sports-Fußballspiele umzubenennen“, heißt es in einer Pressemitteilung von Electronic Arts. Nach der Veröffentlichung der Mitteilung sackte der Kurs der EA-Aktien um fünf Prozent ab.

Über den Autor

Christoph Pech
Christoph Pech Experte für: Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

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