Cyberkriminalität

Betrugswarnung: Neue PayPal-Phishing-Mails im Umlauf

Veröffentlicht: 01.04.2022 | Geschrieben von: Ricarda Eichler | Letzte Aktualisierung: 29.06.2022
Kredikarten am Angelhaken

Der Phishing-Radar der Verbraucherzentrale warnte kürzlich vor einer vermeintlichen E-Mail von PayPal, welche derzeit im Umlauf ist. In der E-Mail wird über die Einschränkung des PayPal-Kontos informiert. Möchte der Nutzer gegen diese vorgehen, soll er sich über einen in der E-Mail stehenden Link in seinem Konto anmelden. Die Masche ist keine neue, doch wird sie in ihrer Ausgestaltung immer ausgefeilter und vertrauenerweckender. Wie Sie sich vor dem Betrug schützen, erfahren Sie hier.  

Auf keinen Fall auf den Link klicken

Sollten Sie eine solche E-Mail erhalten haben und sich unsicher sein, dann sollten Sie auf jeden Fall zunächst Ruhe bewahren und die Situation prüfen. Auch wenn die Betrüger immer besser werden, deuten meistens sprachliche Ungereimtheiten oder Abweichungen im Design darauf hin, dass hier etwas nicht stimmt.

In der bei der Verbraucherzentrale vorliegenden E-Mail heißt es beispielsweise „Wir haben festgestellt, dass Sie Ihr PayPal-Konto fragwürdig verwendet haben. Um dies besser zu verstehen, benötigen wir nur weitere Informationen von Ihnen.“ Abgesehen von dieser sprachlichen Ungereimtheit sollte man sich ebenfalls die Absenderadresse sowie das Ziel des Links genauer ansehen. 

Prinzipiell ist es ratsam sich bei Unsicherheit einfach eigenständig auf die bekannte Internetseite des Anbieters, in diesem Fall PayPal, zu begeben und dort einzuloggen. Sollte das Konto tatsächlich eingeschränkt sein, würde man es dort auf gesichertem Wege erfahren und weitere Handlungsempfehlungen erhalten. 

Was tun, wenn man dem Betrug zum Opfer fiel?

Wer auf den Link klickt, gelangt zu einer Seite, welche optisch an die echte PayPal Seite angelegt ist. Wie t3n im Detail erklärt, erkennt man gefälschte Internetadressen dabei ganz konkret an den Informationen, welche um den letzten Punkt herum stehen. Kommen nach dem gewohnten „www.paypal.de“ also noch weitere Informationen, wie beispielsweise „www.paypal.de.login.account-XXX.ru/form.html“ (URL redaktionell verfälscht), sollte man die Seite nicht aufrufen. 

Viele Internetbrowser erkennen solche Seiten heutzutage auch direkt als verdächtig und weisen darauf hin. Sie weisen außerdem auch nicht das Schloss-Symbol für gesicherte Verbindung auf. Wer sich trotz aller Ungereimtheiten über den Link aus der Phishing-E-Mail in sein PayPal-Konto einloggt, gibt den Betrügern freien Zugriff auf dieses. 

Bemerken tun Nutzer dies oft erst bei einem späteren Login-Versuch oder beim Blick auf den Kontoauszug. Betroffene sollten umgehend PayPal sowie Ihre Bank informieren, auch eine Strafanzeige ist ratsam. Um andere Nutzer zu warnen, kann man darüber hinaus die Verbraucherzentrale informieren.

So schützen Sie Ihr PayPal-Konto

  • Achten Sie auf die Absenderadressen von E-Mails.
  • Klicken Sie nicht auf Links aus nicht vertrauenswürdigen E-Mails, sondern loggen sich eigenständig auf der bekannten Adresse ein.
  • Nutzen Sie zum Login eine Zwei-Faktor-Authentifizierung
  • Aktivieren Sie bei PayPal Benachrichtigungen zu Kontenbewegungen.
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Über die Autorin

Ricarda Eichler
Ricarda Eichler Expertin für: Nachhaltigkeit

Ricarda ist im Juli 2021 als Redakteurin zum OHN-Team gestoßen. Zuvor war sie im Bereich Marketing und Promotion für den Einzelhandel tätig. Das Schreiben hat sie schon immer fasziniert und so fand sie über Film- und Serienrezensionen schließlich den Einstieg in die Redaktionswelt.

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