Generalstaatsanwaltschaft Washington

Klage gegen Meta-Chef Zuckerberg wegen Cambridge-Analytica-Skandal

Veröffentlicht: 24.05.2022 | Geschrieben von: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 24.05.2022
Facebook Daumen runter

Ein Skandal, der haften bleibt: Das Beratungs-Unternehmen Cambridge Analytica hatte die Daten von rund 50 Millionen Facebook-Nutzern missbraucht, um für den heutigen Ex-Präsident Trump Einfluss auf die US-Präsidentschaftswahl zu nehmen. Facebook soll das erlaubt haben. Das Unternehmen musste in einem Vergleich im Jahr 2019 bereits fünf Milliarden US-Dollar an die Federal Trade Commission zahlen.

Doch jetzt soll es dem Facebook-Gründer und Meta-Chef Mark Zuckerberg auch persönlich an den Kragen gehen, wie die Washington Post berichtet. Karl A. Racine, Generalstaatsanwalt von Washington D.C., hat Klage gegen ihn eingereicht.

Warnung an die Chefs der großen Tech-Firmen

Der Anwalt wirft Zuckerberg vor, direkt mitentschieden zu haben. Der Gründer besitzt unter anderem rund 60 Prozent der stimmberechtigten Aktien. „Diese beispiellose Sicherheitsverletzung hat die persönlichen Daten von Dutzenden Millionen Amerikanern offengelegt, und die Politik von Herrn Zuckerberg ermöglichte eine mehrjährige Anstrengung, die Nutzer über das Ausmaß des unrechtmäßigen Verhaltens von Facebook in die Irre zu führen“, heißt es in einer Pressemitteilung. „Diese Klage ist nicht nur gerechtfertigt, sondern notwendig und sendet die Botschaft, dass Unternehmenschefs, einschließlich CEOs, für ihre Handlungen zur Rechenschaft gezogen werden“. 

Das Büro des Anwalts nutzt für seine Klage unter anderem Hunderttausende Seiten von Dokumenten, zu denen die Mitarbeiter bisher keinen Zugang hatten.

Meta hat sich noch nicht zu der Klage geäußert. Zuckerberg wurde bis heute nie direkt zu seinem Einfluss bei dem Skandal befragt.

Generalstaatsanwalt Racine ist bekannt für sein Einschreiten gegen die großen Player der Digitalbranche: Er hat unter anderem wegen Datenschutzverletzungen gegen Google und wegen Vergehen gegen das Kartellrecht gegen Amazon geklagt.  

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Über den Autor

Markus Gärtner
Markus Gärtner Experte für: Local Commerce

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.

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