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Twitter-Mitarbeiter verurteilt: Nutzerdaten an Saudi-Arabien verkauft

Veröffentlicht: 15.08.2022 | Geschrieben von: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 15.08.2022
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Der ehemalige Twitter-Mitarbeiter Ahmad Abouammo soll persönliche Daten von Nutzern an Saudi-Arabien verkauft haben. Vor einem Geschworenengericht in San Francisco wurde der Mann nun schuldig gesprochen, berichtet die FAZ. Er habe sich unter anderem der Geldwäsche, des Betrugs und der illegalen Agententätigkeit für eine ausländische Regierung schuldig gemacht, so die Ansicht des Gerichts. Das genaue Strafmaß soll zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt werden.

Abouammo und ein weiterer ehemaliger Twitter-Mitarbeiter sollen 2014 von saudischen Vertretern kontaktiert worden sein. Sie wurden aufgefordert, interne Nutzerdaten wie E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Geburtsdaten anonymer Accounts weiterzugeben. Dahinter steckte offenbar der Versuch, anonyme Regime-Kritiker zu identifizieren. Für die Daten soll Abouammo 100.000 US-Dollar in bar und eine Uhr im Wert von 40.000 Dollar erhalten haben.

Die Anwältin des Angeklagten erklärte, ihr Mandant habe nur Geschenke angenommen, nachdem er seinen Job als Kunden-Manager gemacht habe. Die 100.000 Dollar und die Uhr habe er zwar angenommen, im saudischen Kulturkreis sei das aber nur „Kleingeld“, so die Anwältin. Staatsanwalt Colin Sampson argumentierte dagegen, dass Abouammo „seine Position an einen Insider“ aus dem Umfeld des saudischen Kronprinzen verkauft habe. 

Cisco: Hackerangriff über Google-Account

Auf den amerikanischen Telekommunikationsanbieter Cisco wurde am 24. Mai ein Hackerangriff verübt. Ein Angreifer habe sich dabei Zugang auf das System verschaffen und Daten klauen können, erklärt das Unternehmen laut t3n. Kritische interne Systeme seien allerdings nicht betroffen, sensible Daten seien nicht gefährdet. Der Vorfall sei den zuständigen Behörden gemeldet worden.

Der Zugang sei über einen Google-Account realisiert worden. Der Angreifer habe dafür zuvor den privaten Google-Account eines Cisco-Mitarbeiters gehackt. Dieser habe alle seine Passwörter im Internet synchronisiert.

Cloud Gaming bald direkt in den Google-Suchergebnissen

Google will Spiele-Streamingdienste wie sein hauseigenes Stadia oder auch Amazons Luna und Microsofts Xbox Cloud offenbar stärker bewerben: Das Unternehmen testet laut Golem.de derzeit eine Funktion, mit der Spiele direkt aus der Google-Suche heraus gestartet werden können. Die Funktion sei vergleichbar mit der Streaming-Funktion für Serien oder Filme über verschiedene Anbieter, die bereits in der Google-Suche integriert ist.

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Über den Autor

Michael Pohlgeers
Michael Pohlgeers Experte für: Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört er zu den Stammgästen in unseren Multimedia-Formaten, dem OHN Podcast und unseren YouTube-Videos.

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