Phishing-Versuch

Rabattaktion für Netflix? – Verbraucherzentrale warnt vor neuer Betrugsmasche

Veröffentlicht: 15.05.2024 | Geschrieben von: Hanna Behn | Letzte Aktualisierung: 15.05.2024
Netflix-Logo und davor rot leuchtende Tastatur

Netflix hat erst vor Kurzem eine erneute Preiserhöhung angekündigt: Sowohl für Neu- als auch für Bestandskund:innen verlangt der Streamingdienst nun je nach Umfang 14 bis 20 Euro für werbefreie Abonnements. Die Preiserhöhung tritt zum 24. Mai in Kraft. Diese Änderung und potenzielle Umstellung für Netflix-Mitglieder nutzen Kriminelle jetzt für Phishing-Versuche aus, warnt die Verbraucherzentrale.

Netflix-Nutzer:innen sollen Zahlungsinformationen aktualisieren

Die Verbraucherschutzbehörde erhielt eigenen Angaben zufolge zuletzt zahlreiche Hinweise zu Phishing-Mails, die an die Netflix-Kundschaft adressiert waren. Mit dringlich klingenden Betreffzeilen wie „Bitte bestätigen Sie Ihre Zahlungsinformationen / bitte um Prüfung“ oder „Ihre Mitgliedschaft ist abgelaufen!“ sollten die Empfänger:innen zu deren Öffnung bewegt werden.

Im Text der E-Mail wird dann erklärt, dass man die Zahlungsmethode aktualisieren solle, „um weiterhin Netflix-Inhalte zu genießen“. Darunter befindet sich eine klickbare Schaltfläche mit dem Hinweis „Erneuern“. Außerdem folgt eine Übersicht über die eigenen Kontodaten, die neben der E-Mail-Adresse auch einen Dienstleister („Netflix International B.V.“) und die Art des Abonnements nennen. In diesem Teil wird auch mit einem Rabatt geworben: „Die ersten 3 Monate sind kostenlos“. 

Daran erkennt man die Betrugs-E-Mail

Unter anderem an der Absender-Adresse und auch an der verwendeten Sprache sei die E-Mail als betrügerische Nachricht erkennbar: „Im Vergleich zu anderen Betrugsversuchen ist hier besonders auffällig, dass die Formulierungen so wirken, als würden sie lediglich wörtlich aus einer anderen Sprache übersetzt“, erläutert die Verbraucherzentrale. Als Beispiel wird etwa angeführt, dass bei dem Überblick unter den Kontodaten unter Zahlung statt „ausstehend“ das Wort „Erwarten“ genutzt wird. 

 

Wer eine solche E-Mail erhält, sollte den Button nicht betätigen und auch den im unteren Teil genannten vermeintlichen Kundendienst nicht über den dort hinterlegten Link kontaktieren und sie stattdessen unbeantwortet in den Spam-Ordner verschieben.  

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Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Über die Autorin

Hanna Behn
Hanna Behn Expertin für: Usability

Hanna fand Anfang 2019 ins Team der OnlinehändlerNews. Sie war mehrere Jahre journalistisch im Bereich Versicherungen unterwegs, dann entdeckte sie als Redakteurin für Ratgeber- und Produkttexte die E-Commerce-Branche für sich. Als Design-Liebhaberin und Germanistin hat sie nutzerfreundlich gestaltete Online-Shops mit gutem Content besonders gern.

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